Erfolgreiche Technologie stellt den Menschen in den Mittelpunkt

Eine Walnut-Studie im Auftrag von Lenovo untersucht, wie neue Technologien in Unternehmen eingeführt werden. Dadurch lassen sich Rückschlüsse über die Auswirkungen auf die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz ziehen und Handlungsempfehlungen ableiten. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:

 

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  • Nur 6 % der befragten IT-Manager sehen die Mitarbeiter als ihre oberste Priorität bei Entscheidungen für Investitionen in neue Technologien an.
  • Fast die Hälfte (48 %) der Teilnehmer berichtet von Technologie-Neueinführungen, in deren Folge die Arbeitsfähigkeit von Teams unmittelbar beeinträchtigt wurde.
  • 47 % der IT-Manager geben an, dass sich Mitarbeiter schwer tun, neue Software gewinnbringend anzuwenden, was letztlich die Produktivität beeinträchtigt.
  • 21 % der Anwender berichteten, dass neue Technologien dazu geführt haben, bestehende Prozesse zu verlangsamen, anstatt sie zu verbessern.

 

Seit Jahren steht das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda, nicht nur von IT-Organisationen und Unternehmen, sondern auch von Politik und Gesellschaft. Doch bislang sind die erzielten Fortschritte überschaubar, die Erwartungen bleiben hinter den Hoffnungen zurück; das haben nicht zuletzt die IT-Probleme zu Beginn und während der COVID-19 Pandemie deutlich gemacht. Ein Grund dafür ist, dass zumeist nicht der Mensch im Mittelpunkt von IT-Innovationen steht. Stattdessen lassen sich Unternehmen noch immer primär von unternehmerischen Überlegungen bei IT-Investitionen leiten. Dies ist eines der Ergebnisse der von Walnut im Auftrag von Lenovo durchgeführten Studie Think human – Ready for the next normal (http://www.100zehn.de/files/Lenovo %20DCG/Think %20human/Lenovo %20DCG %20Think %20human %20Studie.pdf ) .

 

Menschen, Prozesse und Technologie miteinander in Einklang zu bringen, ist eine nie endende Herausforderung. Selbst wenn es einem Unternehmen eine Zeit lang gut gelungen ist, so unterliegen diese drei Elemente doch so vielen Variablen und Schwankungen, dass ein fortwährender Ausgleich erforderlich ist. Vielmehr ist ein Umdenken in diesem Bereich unbedingt nötig!

 

Es winken eine höhere Produktivität und mehr Innovationskraft

Wenn Unternehmen bei ihren IT-Entscheidungen den Menschen nicht entsprechend berücksichtigen, drohen niedrigere Produktivität und weniger Innovationskraft. Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologie weiterentwickelt, ist selbst für IT-Fachleute zuweilen atemberaubend. Die Teilnehmer an der Studie berichteten, dass sich Mitarbeiter regelmäßig von Tempo und Komplexität des technologischen Wandels überfordert fühlen. Infolgedessen meiden Mitarbeiter neue Technologien oder brauchen zeitintensive Unterstützung durch die IT-Teams, um auf den neuesten Stand zu kommen.

Deswegen sollten Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien den Schwerpunkt darauf legen, dass ihre Mitarbeiter verstehen, welche Probleme dadurch gelöst werden und welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen. Außerdem sollten die Mitarbeiter durch Schulungen und Fortbildungen bestmöglich vorbereitet werden und die Benutzerfreundlichkeit bei der Wahl der neuen Lösung stärker berücksichtigt werden. Anbieter sollten ihrerseits den Onboarding-Prozess so einfach wie möglich gestalten und dazu beitragen, die Anforderungen an das Service-Desk im Unternehmen zu reduzieren, indem sie AR-Tutorials und dialogorientierte KI-Software anbieten. Dann können neue Technologien ihr volles Potenzial auch wirklich entfalten und so zu einer gesteigerten Produktivität und mehr Innovation im Unternehmen beitragen.

 

Verantwortungsbewusstes Unternehmertum setzt sich durch

Die Studie zeigt auch, dass Unternehmen verantwortungsbewusstes Wirtschaften und unternehmerische Nachhaltigkeit zunehmend als Chance erkennen und nicht bloß als ’nice to have‘. Dennoch spielt der Shareholder Value bei IT-Innovationsprojekten noch immer die entscheidende Rolle. Das führt regelmäßig zu überlasteten IT-Teams und dazu, dass das menschliche Potenzial nicht voll ausgeschöpft wird. Gerade in der aktuellen Situation bietet sich die Chance für einen Wechsel zu einem verantwortungsbewussten unternehmerischen Handeln und gleichzeitig die Möglichkeit den Einsatz von Technologien zu optimieren. Wenn dies gelingt, kommen nicht nur die Vorteile neuer Technologien voll zum Tragen und die Zufriedenheit der betroffenen Mitarbeiter steigt, sondern das Unternehmen profitiert als Ganzes davon.

Deswegen sollten Unternehmen Nachhaltigkeit und ethisches Handeln zu einem integralen Bestandteil bei der Wahl neuer Technologien machen.

 

Technologie als Wegbereiter

Technologie kann stets beides sein: Wegbereiter für Fortschritt und Erfolg – und deren größtes Hemmnis. In welche Richtung das Pendel ausschlägt hängt von den Menschen ab, die die Technologie in ihrem Arbeitsalltag mit Leben füllen. Aus diesem Grund sollten sich Unternehmen für intelligentere Technologie für alle entscheiden: Dies bedeutet, einen integrativen Ansatz zu verfolgen, der dazu beiträgt, das volle Potenzial einer Technologie zu realisieren und gleichzeitig den Anwender dabei zu unterstützen, seine Ziele schneller und intelligenter zu erreichen.

Intelligenter heißt in diesem Fall: stets vernetzt, nahtlos einsetzbar, agil, flexibel, zuverlässig, leistungsstark und anpassungsfähig an die unterschiedlichen Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers.

Deswegen sollten Unternehmen bei ihren IT-Entscheidungen immer den Anwender im Blick haben: Wenn eine Technologie zu komplex ist, dann wird sie sich im schlimmsten Fall negativ auswirken – sowohl auf die Produktivität als auch auf die Motivation.

 

Die Zeit für ein Umdenken drängt

Viele Unternehmen arbeiten aktuell mit Hochdruck an der Einführung neuer, revolutionärer Technologien, von denen sie sich Wettbewerbsvorteile versprechen. Dazu zählen beispielsweise Künstliche Intelligenz, IoT, 5G und Blockchain, die alle das Potenzial haben, den Arbeitsalltag sowohl von Mitarbeitern, als auch von Partnern, Zulieferern und Dienstleistern von Grund auf zu verändern. Damit diese neuen Technologien nicht zu einer unüberwindbaren Herausforderung für ihre Nutzer werden, sondern ihr volles Potenzial entfalten können, müssen Unternehmen gerade jetzt den Menschen in den Mittelpunkt ihrer IT-Entscheidungen stellen!

 

[1] Das britische Forschungsinstitut Walnut hat für die Studie Think human – Ready for the next normal insgesamt 1.000 IT-Manager in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland im Zeitraum 27. April bis 8. Mai 2020 online befragt. In Deutschland haben sich 250 IT-Manager beteiligt, 125 aus Unternehmen mit 50 bis 249 Angestellten, 125 aus Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten.
Die vollständige Studie finden Sie hier (http://www.100zehn.de/files/Lenovo%20DCG/Think%20human/Lenovo%20DCG%20Think%20human%20Studie.pdf)

 

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