Öffentlicher Personennahverkehr: Große Preisunterschiede beim ÖPNV

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Stau und Parkplatzsuche vermeiden und sich nachhaltig fortbewegen – es gibt viele gute Gründe für ein Monatsticket des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Doch je nach Wohnort kann sich der Preis für eine Fahrkarte zum Teil erheblich unterscheiden, wie eine aktuelle Auswertung aus dem Infrastrukturatlas 2020 der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt. Am teuersten ist Bus- und Bahnfahren in Hamburg: Dort kostet eine Monatskarte für den ÖPNV aktuell 111,20 Euro, wie die Statista-Grafik zeigt. Das ist etwa doppelt so teuer wie in München (55,20 Euro). Auch in Köln und Frankfurt am Main müssen die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel tief in die Tasche greifen. Berlin liegt mit 84 Euro für die Monatskarte im mittleren Bereich. Auch für Inhaber eines Sozialtickets gibt es ortsbedingte Preisunterschiede. In Hamburg ist es mit 89 Euro am teuersten, Köln bietet das Sozialticket für günstige 37,90 Euro an und in Berlin (27,50 Euro) zahlen Sozialhilfeempfänger am wenigsten für den ÖPNV. René Bocksch

https://de.statista.com/infografik/18428/preis-fuer-eine-monatskarte-des-oepnv-in-deutschen-staedten/

 

Digitale Technologie steigert die Sicherheit und den Komfort im ÖPNV

Die Union International des Transport Publics (UITP) hat in den Jahren 2017/2018 zusammen mit Axis Communications eine Umfrage bei Unternehmen des öffentlichen Verkehrs weltweit durchgeführt [1]. Ziel war es, einen Überblick der aktuellen Trends und den Einsatz von Videoüberwachung in Bussen, Zügen, Trambahnen oder den jeweiligen öffentlichen Bereichen zu erhalten. Die Studie wurde erstmals 2015 durchgeführt.

 

In den letzten Jahren hat der Einsatz von Videoüberwachung im öffentlichen Verkehr deutlich zugenommen. Dadurch stieg auch der Sicherheitsstandard in den Städten. Die Umfrage zeigt, dass Mitarbeiter und Fahrgäste zunehmend den Wert der Videoüberwachungstechnologie im öffentlichen Verkehr schätzen, insbesondere im Hinblick auf die positiven Auswirkungen auf die Sicherheit. Das Potenzial von Echtzeitunterstützung, welches bereits im Jahr 2015 prognostiziert worden ist, wird nun im Jahr 2018 mehr und mehr Realität. Die Videoüberwachung wird weiterhin als Sicherheitsbasis des öffentlichen Verkehrs eingestuft und zeigt sich als gelungenes Beispiel, wie Digitalisierung in diesem Umfeld eine Erfolgsgeschichte schreibt.

 

Die einzelnen zentralen Ergebnisse der Umfrage:

 

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Die digitale Ära steigert im öffentlichen Personennahverkehr neben der Effizienz auch die Qualität und optimiert gleichzeitig auch die Kundenerfahrungen. Der Vergleich mit der Studie von 2015 zeigt, dass Videoüberwachung dank der Digitalisierung inzwischen anders wahrgenommen wird. Während die Passagiere früher angaben, ein sichereres Gefühl zu haben, kann dies heute mit Zahlen belegt werden: Die Verbesserung von der tatsächlichen Sicherheit für Passagiere und Personal wird bei 80 Prozent eingestuft.

Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Zahl der öffentlichen Verkehrsnetzwerke mit analogen Kameras zurückgegangen ist (von 25 auf 18 Prozent) und Upgrades sowie Neuinstallationen zunehmend digital sind. Der Wechsel zu digitalen Video-Überwachungssystemen wird noch offensichtlicher, da 82 Prozent der Umfrageteilnehmer angeben, eine digitale Komponente in ihrem System zu haben.

 

Steigendes Investment in Echtzeittechnologien und -analysen

Die Entwicklung hin zu IP-Videoüberwachung ermöglicht es den Betreibern, Echtzeitanalysen zu nutzen und so die Grundlage für Entscheidungen zu verbessern. Dies beinhaltet Reaktionen bei eher unüblicheren kritischen Szenarien, wie Reaktionen auf eine Sicherheitsbedrohung oder einen Notfall. Machine-Learning-Technologien erkennen »gewohnte« Aktivitäten innerhalb einer Szenerie und informieren über eine automatische Meldung, wenn »ungewohnte« Aktivitäten festzustellen sind.

Der Bericht legt zudem dar, dass im Jahre 2015 nur eine Handvoll Analysemethoden wie »Graffiti Detection« bei weniger als 10 Prozent im Einsatz waren. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2018 alle 17 in der Umfrage untersuchten Analyseverfahren verwendet, wobei einige der beliebtesten unter den Befragten 50 Prozent oder mehr erreicht haben: die Erkennung von Einbruch oder das unbefugte Betreten eines Gleises.

 

Zunehmende Unterstützung durch Unternehmen und Passagiere

Die Akzeptanz von Passagieren für Videoüberwachung war schon immer recht hoch. Der Bericht stellt heraus, dass der öffentliche Zuspruch für Videoüberwachung seit dem Jahr 2015 von 65 auf 73 Prozent zugenommen hat. Die Akzeptanz von Sicherheitspersonal bleibt hingegen stabil bei 78 Prozent.

Die steigende Akzeptanz zeigt sich auch im massiven Wachstum des Videoaustauschs, sowohl intern als auch extern: Die Umfrage zeigt, dass die Befragten mehr Videos durchschnittlich teilen als noch im Jahr 2015. Darüber hinaus nahm die Anzahl der geteilten Videos in den folgenden Bereichen zu: »Stadtüberwachungszentren« (von 10 auf 22 Prozent) »Feuerwehr« (von 4 auf 28 Prozent) und schließlich »regionale / nationale Sicherheitszentren« (von 5 auf 12 Prozent).

 

[1] Weitere Details zur Umfrage und Informationen zu den Technologien gibt es hier

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