SpaceX sammelt beim Börsengang 75 Mrd. US-Dollar ein

Der Börsengang von SpaceX verschiebt die Maßstäbe erfolgreicher IPOs deutlich. Mit einem Aktienverkauf im Wert von 75,0 Milliarden US-Dollar lässt das Raumfahrt-Unternehmen den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 mit 29,4 Milliarden US-Dollar weit hinter sich. Im historischen Vergleich zeigt sich ein Anstieg der Emissionsvolumina. Alibaba erreichte 2014 25,0 Milliarden US-Dollar, SoftBank 2018 23,5 Milliarden US-Dollar, während große Banken wie die Agricultural Bank of China mit 22,1 Milliarden US-Dollar lange zu den Spitzenreitern zählten. Mit Saudi Aramco wurde diese Bandbreite auf rund 30 Milliarden US-Dollar ausgedehnt.

Der Rekordwert von SpaceX unterstreicht die wachsende Bedeutung einzelner kapitalintensiver Technologieunternehmen. Trotz der Euphorie mahnen Marktbeobachter zur Vorsicht. Die angestrebte Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar setzt erhebliche Wachstumsannahmen voraus. Zugleich spielt SpaceX eine zentrale Rolle für die weltweite Raumfahrt. Mit wiederverwendbaren Raketen und dem Ausbau des Starlink-Netzwerks hat das Unternehmen die Kosten für Starts deutlich gesenkt und den Wettbewerb im Sektor verschärft. Ein erfolgreicher Börsengang könnte zusätzliche Investitionen in neue Technologien und Missionen ermöglichen – und damit die Dynamik in der kommerziellen Raumfahrt weiter beschleunigen. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/36316/gesamterloese-der-groessten-boersengaenge-weltweit/?lid=icetppewj07w

 


Börsengang: SpaceX ist der Ausreißer im Billionen-Dollar-Club

SpaceX sticht im Kreis der Billionen-Dollar-Konzerne deutlich heraus. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 94,1 liegt das Unternehmen weit über den anderen US-Techfirmen mit mehr als 1 Billion US-Dollar Marktkapitalisierung. Gleichzeitig weist SpaceX als einziger Konzern eine negative operative Marge – also den Anteil des operativen Gewinns am Umsatz – von -14 Prozent auf. Das verdeutlicht die Infografik auf Basis von Unternehmensberichten.

Im Vergleich dazu bewegen sich etablierte Tech-Konzerne wie Broadcom mit 24,3 oder Nvidia mit 19,6 auf deutlich niedrigeren Bewertungsniveaus. Gleichzeitig erzielen sie hohe operative Margen von 43 Prozent beziehungsweise 64 Prozent. Auch Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Alphabet kombinieren solide Profitabilität mit moderateren Multiples. Amazon fällt mit einem Wert von 3,5 und 12 Prozent Marge am unteren Ende der Skala auf.

Die Diskrepanz zeigt, wie stark Erwartungen an zukünftiges Wachstum die Bewertung von SpaceX treiben. Während klassische Tech-Giganten ihre Marktstellung bereits monetarisieren, setzen Investoren bei SpaceX offenbar auf langfristige Potenziale. Diese Dynamik könnte das Unternehmen anfällig für stärkere Bewertungsschwankungen machen. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/36317/kurs-umsatz-verhaeltnis-von-us-techfirmen-mit-ueber-1-billion-us-dollar-marktkapitalisierung/?lid=tlyjc3wws5z5

 

348 Artikel zu „Aktien“

Aktienverluste: Neue Fallen bei ausgebuchten oder wertlosen Wertpapieren

Wer Aktienverluste realisieren muss, ist darüber natürlich nicht erfreut. »Der Ärger potenziert sich aber noch, wenn der Anleger versucht, das Dickicht an steuerlichen Vorschriften zur Verrechnung von Aktienverlusten zu verstehen. Gesetzgeber und Finanzverwaltung haben es fertiggebracht, ein enormes Chaos anzurichten«, erklärt Steuerberater Roland Franz, Geschäftsführender Gesellschafter der Steuerberatungskanzlei Roland Franz & Partner in Essen und…

Aktien: Wem gehört der Dax?

Die Deutschland-AG ist mehrheitlich in der Hand von ausländischen Investoren. Nordamerikanische Investoren halten derzeit mehr als ein Drittel der Anteile an den 30 DAX-Unternehmen – damit hat sich der Wert seit 2016 erhöht, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Investor Relations Verbands (DIRK) zeigt [1]. Gesunken ist dagegen der Anteil deutscher Anleger am hiesigen Aktienmarkt:…

Aktien: Die größten Kapitalvernichter an der Börse

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat im März 2019 die Liste der 50 größten Kapitalvernichter an der deutschen Börse vorgestellt. Auf den ersten Rang der Negativliste schafft es der Biotech-Konzern Mologen mit einem Verlust von 97 Prozent in fünf Jahren. Der angeschlagene Möbelhersteller Steinhoff liegt mit 94 Prozent auf dem zweiten Platz. Ebenfalls unter…

Management-Studie belegt die Wichtigkeit der Managementqualität für die Entwicklung des Aktienkurses

Nachdem Oddo & Cie, Paris, im März 2014 eine erste Publikation zur Qualität des Managements in 50 französischen Large-Caps veröffentlicht hat, wurde nun der zweite Bericht herausgegeben, bei dem die Messung der Managementqualität auf 108 französische Mid-Caps mit einer Marktkapitalisierung zwischen 400 Millionen und 10 Milliarden Euro ausgeweitet wurde. Drei wesentliche Schlussfolgerungen ergeben sich aus…

AutoScout24 treibt Softwareentwicklung mit KI-basierten Workflows voran

Codex und ChatGPT verkürzen Entwicklungszyklen, erhöhen Code-Qualität und verankern KI im Engineering-Alltag von rund 2.000 Mitarbeitenden.   Digitale Plattformen stehen unter massivem Innovationsdruck: steigende Anforderungen an Time-to-Market, wachsende Systemkomplexität und begrenzte Entwicklerressourcen fordern ein Umdenken in der Softwareentwicklung. Die AutoScout24 Group adressiert diese Herausforderungen mit dem systematischen Einsatz von künstlicher Intelligenz entlang der gesamten Software-Lifecycle.…

Weltweites Nettovermögen steigt um 9,3 Prozent auf Höchststand von 550 Billionen US-Dollar

Globales Finanzvermögen legt 2025 um 10,7 Prozent auf 333 Billionen US-Dollar zu – stärkste Wachstumsrate seit 2021. Sachwertvermögen steigen weltweit um 7,4 Prozent auf 281 Billionen US-Dollar, Verbindlichkeiten erhöhen sich leicht auf 64 Billionen US-Dollar. Vermögen der Deutschen steigt um 14,8 Prozent auf 23,3 Billionen US-Dollar. 000 »Superreiche« besitzen hierzulande 27,3 Prozent des gesamten Finanzvermögens…

Zahl der Superreichen Deutschen verdoppelt sich in 6 Jahren

Die Zahl der Deutschen mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar ist 2025 sprunghaft auf ungefähr 5.000 angestiegen. Das sagt die Boston Consulting Group in ihrem Global Wealth Report [1]. Die Beratungsfirma begründet den Anstieg mit den Gewinnen, die Reiche im letzten Jahr an den Börsen und mit anderen Anlagen erwirtschaften konnten. Das…

Vermögen in Deutschland: Millionäre besitzen 1/2, Superreiche 1/4

Einer Veröffentlichung der Boston Consulting Group zufolge besitzen die obersten 0.007 Prozent der Deutschen ein Viertel des hiesigen Finanzvermögens [1]. Damit gemeint sind Geldmittel, Anlagen und Investments, die über den selbstgenutzten Besitz sowie Firmenbesitz hinausgehen. 1 Prozent der Bevölkerung – alle Millionäre des Landes – besitzen sogar mehr als die Hälfte des Finanzvermögens in Deutschland.…

Fusionen und Übernahmen im Datenzeitalter: Vertrauen als Wettbewerbsvorteil

  Die Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Daten sind entscheidend für den Erfolg von Fusionen und Übernahmen, da sie die Grundlage für strategische Entscheidungen und die Integration bilden. Unzureichende Daten-Governance, fragmentierte Verantwortlichkeiten und Legacy-Systeme führen zu Inkonsistenzen, die Synergien mindern und die Agilität im Transaktionsprozess einschränken. Ein erweiterter Ansatz bei Due Diligence umfasst neben Finanzdaten auch…

4,6 Billionen Euro: Nvidia mehr wert als der DAX 40

Die Größenordnungen, in denen Unternehmen wie Alphabet, Microsoft, Apple und allen voran Nvidia operieren, sind mittlerweile kaum noch greifbar. War es 2018 noch eine Sensation als Apple als erstes US-Unternehmen eine Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar erreichte, bewegen sich die oben genannten Tech-Riesen mittlerweile im Bereich von drei bis weit über vier Billionen Dollar,…

Umsatz und Gewinn von Nvidia: Ungebremstes Wachstum

Seit Nvidias Aufstieg zum wertvollsten Unternehmen der Welt sind die Quartalsergebnisse des Chipherstellers zum Lackmustest für die gesamte KI-Branche geworden. Solange die Zahlen bei Nvidia steigen, ist der KI-Boom ungebrochen – so die etwas vereinfachte Lesart. Am Mittwoch nach Börsenschluss war es wieder so weit, und wie zuletzt eigentlich immer hat Nvidia geliefert und die…

Zahlungsbereitschaft für KI: Erst 13 Prozent der KI-Nutzer zahlen

Im Schnitt liegen die Ausgaben bei 20 Euro pro Monat. Hauptmotiv ist Zugang zu leistungsfähigeren KI-Modellen.   Die Zahl derjenigen, die für künstliche Intelligenz Geld ausgeben, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 13 Prozent der KI-Nutzerinnen und -nutzer zahlen für mindestens eine KI-Anwendung, im Vorjahr lag der Anteil erst bei 8 Prozent. Weitere 29 Prozent…

So stark altert die deutsche Bevölkerung bis 2060

Der demografische Wandel ist in Deutschland in vollem Gang. Wie stark die deutsche Bevölkerung altert, zeigt die Statista-Grafik auf Basis der Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes. Die Alterspyramide in Deutschland entwickelt danach bis 2060 immer stärker eine Urnenform – unten schmal und nach oben breiter werdend. Diese Form kommt zustande, weil einerseits die Geburtenzahlen abnehmen und…

AI-Wildwuchs ist der neue SaaS-Wildwuchs: Warum Zugriffskontrollen hinterherhinken

Management Summary Ausgangssituation Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, ihre IT‑, Digital‑, Prozess‑ und Organisations‑Strukturen an steigende Marktanforderungen, Kostendruck und veränderte Kundenerwartungen anzupassen. Bestehende Lösungen sind häufig historisch gewachsen, nur begrenzt skalierbar und verursachen hohen manuellen Aufwand. Zielsetzung Ziel ist es, durch einen strukturierten Ansatz die Effizienz zu steigern, Transparenz zu erhöhen und die Grundlage…

Nach dem Hype: AI-bedingte Entlassungen?

AI wird zunehmend als Begründung für Stellenabbau genutzt – oft verkürzt oder irreführend: Unternehmen wie Atlassian, Block oder Meta führen KI als Treiber für Entlassungen an, doch die tatsächlichen Ursachen liegen meist in Kostendruck, Marktveränderungen und strategischer Neuausrichtung. Technologie‑ und SaaS‑Modelle geraten unter strukturellen Druck: Sinkende Zahlungsbereitschaft für standardisierte Software, der „SaaS‑pocalypse“-Effekt und fallende Aktienkurse…

Infrastruktur für die nächste Generation autonomer Software‑Agenten

Die Softwareentwicklung befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Während sich frühe Formen künstlicher Intelligenz vor allem auf dialogorientierte Anwendungen konzentrierten, rücken zunehmend autonome Software‑Agenten in den Fokus. Diese Agenten sind darauf ausgelegt, Kontexte zu berücksichtigen, eigenständig Schlussfolgerungen zu ziehen und komplexe Aufgaben über mehrere Schritte hinweg auszuführen. Damit entstehen neue Anforderungen an die zugrunde liegende…

Prozessbasierte Workflowsysteme und Agent-Orchestrierung

Unternehmen ohne ein Orchestrierungs- und Workflowsystem für KI-Agenten werden künftig Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.   »Für Elise« in der Warteschleife und generische Textantworten per E-Mail wirken im Zeitalter von KI wie Relikte. Immer mehr Unternehmen übersetzen manuelle Abläufe in agentenbasierte Services. Der Engpass verlagert sich dabei von der Textgenerierung hin zur Ausführungssteuerung: Welche Events…

Wenn das Smartphone uns benutzt

Ein kurzer Blick aufs Handy – und plötzlich sind 30 Minuten vergangen. Eigentlich wollte man nur eine Nachricht lesen, doch dann kam ein Video, danach noch eins, ein Like, ein Kommentar, ein weiteres Scrollen. Am Ende bleibt oft ein diffuses Gefühl aus Zeitverlust, Unruhe und dem Vorsatz: »Das mache ich morgen anders.« Genau hier beginnt…

 

9 Artikel zu „Aktien IPO“

Aktien: Die größten Kapitalvernichter an der Börse

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat im März 2019 die Liste der 50 größten Kapitalvernichter an der deutschen Börse vorgestellt. Auf den ersten Rang der Negativliste schafft es der Biotech-Konzern Mologen mit einem Verlust von 97 Prozent in fünf Jahren. Der angeschlagene Möbelhersteller Steinhoff liegt mit 94 Prozent auf dem zweiten Platz. Ebenfalls unter…

Pkw-Neuzulassungen: Weltweiter Aufwärtstrend bei alternativen Auto-Antrieben

Die Neuzulassungen von Personenkraftwagen mit Verbrennungsmotoren sind weltweit rückläufig – sie werden kontinuierlich durch neue elektrifizierte Technologien ersetzt. Das Ausmaß dieses Technologie-Shifts wird durch neue Zahlen des Marktforschungs- und Datenanalyseunternehmen JATO deutlich [1]. Diese zeigen: Autos mit alternativen Antrieben nehmen einen immer größeren Anteil an den weltweiten Neuzulassungen von Personenkraftwagen ein. So ist der Anteil…

Startups können Beschäftigte besser am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen

Durch das Zukunftsfinanzierungsgesetz wird die Mitarbeiterbeteiligung einfacher und steuerlich attraktiver.   Nach jahrelangem Ringen wird der Bundestag heute das Zukunftsfinanzierungsgesetz beschließen und darin auch die Möglichkeiten für die Mitarbeiterbeteiligung bei Startups deutlich verbessern. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst: »Das Zukunftsfinanzierungsgesetz macht den Weg frei für eine deutlich verbesserte Mitarbeiterbeteiligung in Startups. Mitarbeiterbeteiligungen werden zunehmend…

Mikromobilität: Warum Städter E-Bikes Elektro-Rollern vorziehen (oder umgekehrt)

Deutscher Wissenschaftler gewinnt »Young Researcher of the Year«-Award für bahnbrechende Studie zur Nutzung von  Mikro-Fahrzeugen. Mit einer Pionierarbeit zur Frage, warum Menschen geteilte Elektro-Roller, Fahrräder oder E-Bikes nutzen, hat Daniel Jan Reck den »Young Researcher of the Year Award« 2021 des International Transport Forum (ITF) gewonnen. Reck, der aus Hamburg stammt, studierte am Karlsruher Institut…

Tesla ist die wertvollste Automarke der Welt

Elon Musks Elektroautomobil-Unternehmen Tesla ist der wertvollste Autohersteller der Welt. Die Firma mit Sitz im kalifornischen Palo Alto hat ihren ärgsten Konkurrenten Toyota in Sachen Marktkapitalisierung bereits Mitte Juni überholt und den Abstand nun weiter ausgebaut. Aktuell kann Tesla eine Marktkapitalisierung von rund 255 Milliarden Euro vorweisen – 78 Milliarden mehr als Toyota. Teslas Aktienkurs…

Elektromobilität: Der Staat braucht die Unterstützung von Unternehmen

In Elektromobilität investieren. Erst der Klimapakt und dann die Verdoppelung des staatlichen Umweltbonus im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms – die Bundesregierung zeigt deutlich, wie wichtig ihr der Ausbau der E-Mobilität in Deutschland ist. Der »Masterplan Ladeinfrastruktur« sieht vor, dass die Zahl der Ladepunkte bis 2030 von derzeit circa 20.000 auf eine Million erhöht wird. Die Zahl…

Für die digitale Aufholjagd braucht es mehr als den E-Motor

Im Kanzleramt haben Politik und Automobilbranche am 4. November zusammen einen Gang hochgeschaltet, um die Elektromobilität voranzutreiben. Mit dem Fokus auf die umweltfreundlichere Antriebstechnik wird die deutsche Schlüsselindustrie jedoch nicht zur starken Konkurrenz aufschließen. Denn diese fährt auch datengetrieben schon voraus – wenn auch noch in Sichtweite. Deutschland ist ein Autoland. Traditionell bildet die Automobilindustrie…

DAX-Unternehmen versus US-Tech-Riesen

Im Vergleich mit den digitalen Champions der USA sieht die Creme de la Creme der deutschen Wirtschaft ziemlich mickrig aus. Das zeigt auch ein Vergleich, der im Morning Briefing von Gabor Steingart auf Basis von Daten des Handelsblatt Research Institut getätigt wurde. Google beispielsweise hatte 2017 rund 80.000 Mitarbeiter und jeder dieser Mitarbeiter erwirtschaftete im…