Die neue Ära von DevSecOps: Solo-Teams, aber Manager von vielen

Illustration Absmeier foto freepik ki

Die Softwareentwicklung geht in Richtung KI-gestützter Autonomie einzelner Fachkräfte. Doch wie entsteht die Fähigkeit, eigenständig mit KI-Systemen zu arbeiten? Die Antwort liegt in einem scheinbaren Widerspruch: DevSecOps-Kollaboration. Viele Jahre funktionsübergreifender Zusammenarbeit vermitteln jenes breite Wissen über Sicherheit, Infrastruktur und Geschäftslogik, das Ingenieure befähigt, KI-Outputs zu bewerten und Verantwortung zu übernehmen.

 

Einzelne Teammitglieder können heute bewältigen, was einst ganze Teams erforderte. Doch die Ingenieure, die diese Autonomie erreichen, haben sich ihr Können nicht im luftleeren Raum angeeignet. Sie haben Jahre in funktionsübergreifenden Teams verbracht und dabei systematisch Wissen angesammelt. Die Grundlage für KI-gestützte Einzelarbeit ist genau das, was manche Unternehmen derzeit reduzieren: eine intensive kollaborative Lernkultur.

 

Zusammenarbeit als Grundlage

Das zentrale Ziel von DevSecOps ist die Etablierung einer kollaborativen Entwicklungskultur, die den gesamten Lebenszyklus der Softwarebereitstellung umfasst – von der Geschäftsstrategie bis zur technischen Implementierung. Im Mittelpunkt dieser Kultur stehen Wiederverwendbarkeit und Best Practices, die die Produktivität der Entwickler und die Effizienz der Bereitstellung direkt verbessern. Unternehmen erreichen dies durch ein Dual-Gate-System:

  • Die konsensbasierten Code-Reviews durch Menschen stellen den Wissenstransfer sicher und wahren Qualitätsstandards über alle Disziplinen hinweg.
  • Die automatisierten Qualitäts- und Sicherheitskontrollen identifizieren Probleme, bevor diese die Produktion erreichen.

Dieser Ansatz schafft ein Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Kontrolle. Er reduziert Risiken im Software-Änderungsmanagement und stellt sicher, dass Beschleunigung nicht auf Kosten von Stabilität oder Sicherheit erfolgt.

Leider bleiben die meisten Unternehmen an dieser Stelle stehen. Sie implementieren die Prozesse, installieren die Tools und messen Geschwindigkeitsverbesserungen. Dabei übersehen sie jedoch die grundlegende Transformation, die unter der Oberfläche stattfindet.

 

Der Wissenstransfer-Mechanismus

Beim kollaborativen Modell geht es im Kern um Lernen und Wissensbeherrschung im großen Maßstab. Studien aus der pädagogischen Psychologie, insbesondere Blooms Taxonomie des Lernens, zeigen, dass die höchste Form der Beherrschung durch das Vermitteln von Konzepten an andere erreicht wird.

Hier offenbart das Dual-Gate-System seinen tieferen Wert. Code-Reviews werden zu strukturierten Wissenstransfers. Jede Person agiert als Experte in ihrem Bereich und lernt gleichzeitig aus benachbarten Fachgebieten:

Der Sicherheitsingenieur, der Code überprüft, vermittelt sichere Entwicklungspraktiken und lernt dabei über geschäftliche Anforderungen. Die Architektin versteht Produktprioritäten und teilt ihr Wissen über technische Einschränkungen. Nachwuchsentwickler lernen Muster von erfahrenen Kollegen und bringen frische Perspektiven zu Tools ein.

Dies erzeugt einen Netzwerkeffekt, bei dem das Wissen jeder Person die Fähigkeiten aller anderen erweitert. Expertise fließt in alle Richtungen innerhalb der Organisation. Diese kollaborative Kultur fördert eine lernende Organisation, in der jede Interaktion Gelegenheiten zur Wissensweitergabe und zu beschleunigtem Wachstum schafft.

Betrachtet man DevSecOps aus dieser Perspektive, wird der Code-Review zu einem Lernmoment. Sicherheitsscans sind ebenfalls Gelegenheiten zum Lernen. Jede Interaktion im System ermöglicht Wissenstransfer und Kompetenzentwicklung. Dies hebt besonders kompetente Ingenieure hervor: Sie haben durch jahrelange kollaborative Interaktion Wissen aus angrenzenden Bereichen verinnerlicht.

 

Das Solo-Team: KI als Partner, nicht als Ersatz

Die natürliche Weiterentwicklung dieses kollaborativen Modells ist das Ein-Personen-Team – ein Wissensarbeiter, der durch KI ergänzt wird, was zu beispielloser Autonomie und Effizienz führt. Das Potenzial ist erheblich. Jeder Ingenieur erhält KI-Partner, welche die Aufgaben untergeordneter Ebenen übernehmen, etwa das Erinnern, Verstehen und grundlegende Anwenden von Konzepten. Wenn man einem Agenten beibringt, diese redundanten Aufgaben auszuführen, sinkt die kognitive Belastung drastisch. Dies schafft eine mentale Kapazität für intensiveres Denken, einschließlich Analyse, Bewertung und kreativer Problemlösung.

Auf diese Weise kann KI menschliche Fähigkeiten erweitern, anstatt sie zu ersetzen. Eine aktuelle GitLab-Studie ergab, dass 80 Prozent der deutschen DevSecOps-Fachleute erwarten, dass KI ihre Rolle in den nächsten fünf Jahren erheblich verändern wird [1]. Allerdings stimmen 76 Prozent zu, dass KI tatsächlich einen Bedarf an mehr Ingenieuren schaffen wird, nicht weniger.

In Führungskreisen entsteht jedoch eine problematische Gegenposition. Einige Führungskräfte glauben, dass hochleistungsfähige KI-Agenten Wissensarbeiter vollständig ersetzen können. Dies zeigt ein grundlegendes Missverständnis darüber, wie Menschen Expertise entwickeln.

Selbst mit hochleistungsfähiger KI werden weiterhin menschliche Experten benötigt, die:

  • Ergebnisse über mehrere Disziplinen hinweg bewerten können
  • Vertrauen in KI-Empfehlungen etablieren
  • domänenspezifische Urteile fällen
  • Verantwortung für Produktionssysteme übernehmen

Tatsächlich ergab eine GitLab-Studie, dass 35 Prozent der deutschen DevSecOps-Fachleute der Ansicht sind, dass KI das Karrierewachstum für Nachwuchsentwickler beschleunigen wird.

Das Argument, dass der Nachwuchs nicht mehr benötigt wird, ignoriert die Tatsache, dass weiterhin jemand das überprüfen und validieren muss, was KI produziert. Entwickler schreiben nicht nur Code – sie lernen, ihn über mehrere Bereiche hinweg zu bewerten und entwickeln das Urteilsvermögen, das zur Verifizierung von KI-Outputs erforderlich ist.

Das gegenteilige Argument – dass KI erfahrene Architektinnen und Entwickler ersetzen könnte – ist ebenso problematisch. Diese Logik legt nahe, dass grundlegendes Lernen übersprungen und die Informatikausbildung auf das Steuern von KI-Agenten fokussiert werden könnte. Doch ohne Verständnis dafür, wie guter Code in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und Geschäftslogik aussieht, können diese Absolventen nicht beurteilen, ob KI-Outputs korrekt sind. Beide Extreme verfehlen den Punkt.

 

Die eigentliche Einschränkung: Mangel an kollektiver Weisheit

Die eigentliche Einschränkung ist nicht die Fähigkeit der KI. Es ist der Mangel an Personen, die tatsächlich als Solo-Team agieren können. Benötigt werden Ingenieure mit ausreichenden Kenntnissen über mehrere Fachgebiete hinweg, um KI-Outputs in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur, Qualität und Geschäftslogik effektiv zu bewerten. Und es werden Ausbilderinnen benötigt, die verstehen, wie man diese vielseitig qualifizierten Praktiker entwickelt.

Das kollaborative Modell aus dem ursprünglichen DevSecOps-Ziel bleibt unverzichtbar, da dies der Mechanismus ist, durch den Menschen diese breite Wissen entwickeln. Das Ein-Personen-Team ist nicht jemand, der isoliert arbeitet. Es ist jemand, der die kollektive Weisheit des funktionsübergreifenden Teams verinnerlicht hat und nun mit KI-Ergänzung arbeiten kann, während er das Urteilsvermögen und die Verantwortlichkeit beibehält, die nur menschliche Expertise bieten kann.

 

Der Weg nach vorn

Unternehmen stehen vor einer entscheidenden Wahl. Der naheliegende Weg besteht darin, KI als Kostensenkungsstrategie zu betrachten, indem teure erfahrene Fachkräfte durch günstigere Tools und Personen ersetzt werden, die diese bedienen können. Dieser Weg führt zu instabilen Systemen, technischen Schulden und letztlich zum Scheitern.

Der nachhaltige Weg erkennt an, dass KI ein Werkzeug ist, das bestehende Fähigkeiten erweitert, aber nicht das Urteilsvermögen ersetzen kann, das aus tiefgreifender, funktionsübergreifender Beherrschung resultiert.

Erfolgreiche Unternehmen werden diejenigen sein, die verstärkt auf kollaboratives Lernen setzen und gleichzeitig in KI-Ergänzung investieren. Sie verstehen, dass die Schaffung eines Ein-Personen-Teams zunächst die Schaffung eines Teams erfordert, das jeden Einzelnen über mehrere Bereiche hinweg schult. Sie erkennen, dass der Code-Review-Prozess dazu beiträgt, das Wissen zu vermitteln, das für den effektiven Einsatz von KI-Tools erforderlich ist. Sie investieren in Wissenstransfersysteme, die Ingenieurinnen hervorbringen, die eigenständig arbeiten können, nachdem sie vom Kollektiv gelernt haben.

Dies ist das Paradox des KI-Zeitalters in der Softwarebereitstellung. Je leistungsfähiger KI-Tools werden, desto wichtiger wird der Wert des kollaborativen Lernens. Der einzige Weg, um Personen zu schaffen, die diese Tools effektiv einsetzen können, ist der funktionsübergreifende Wissenstransfer, der durch DevSecOps ermöglicht wird.

Das Ziel hat sich nicht geändert. Die Produktivität muss verbessert, die Effizienz gesteigert und Risiken müssen reduziert werden. Was sich geändert hat, ist das Verständnis, dass das Erreichen dieser Ziele im großen Maßstab sowohl kollaboratives Lernen als auch KI-Ergänzung erfordert – nicht eine Wahl zwischen beiden.

Erfolgreiche Unternehmen werden eine Kultur schaffen, in der jeder lehrt, jeder lernt und jeder in der Lage ist, als Ein-Personen-Team zu arbeiten, wenn er durch KI unterstützt wird. Letztendlich ist der eigentliche Wettbewerbsvorteil nicht die KI, sondern die Menschen, die wissen, wie man sie effektiv einsetzt.

André Braun ist Director of Sales Central Europe bei GitLab.

 

[1] https://about.gitlab.com/de-de/blog/devsecops-report-germany/

 

 

2086 Artikel zu „KI Entwickler“

Vier-Tage-Woche, KI und Kaffee: Was Entwickler wirklich produktiv macht

200 Senior Developerinnen und Developer wurden zu Produktivität, Arbeitsgewohnheiten und den Auswirkungen ihres Berufs auf ihr Privatleben befragt – das Ergebnis: ein ambivalentes Bild zwischen Stress, Work-Life-Balance und hoher Zufriedenheit. Jeder Vierte streitet sich regelmäßig mit dem Partner über den Job – trotzdem bereuen 94 Prozent ihre Berufswahl nicht. 68 Prozent mögen Meetings, aber nur 27 Prozent empfinden…

KI spart Entwicklern Zeit – aber nicht an der richtigen Stelle

68 Prozent der Entwickler sparen über zehn Stunden pro Woche durch den Einsatz von KI. Die Hälfte verliert dieselbe Anzahl an Stunden jedoch bei Aufgaben, die nichts mit dem Programmieren zu tun haben. 63 Prozent der Entwickler fühlen sich von ihren Führungskräften nicht ausreichend verstanden.   Der wachsende Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) in unserer…

In zwei Jahren werden 85 Prozent der Softwareentwickler generative KI nutzen

Drei von fünf Unternehmen international erachten die Unterstützung innovativer Arbeit als größten Benefit von generativer KI für die Softwareentwicklung. Softwareentwickler erwarten sich vom Einsatz generativer KI eine effektivere Kommunikation mit den Fachabteilungen.   Generative künstliche Intelligenz (generative KI / Gen AI) wird Softwareentwickler in zwei Jahren bei voraussichtlich mehr als 25 Prozent ihrer Arbeit in…

75 Prozent der Softwareentwickler in Unternehmen werden bis 2028 KI-gestützte Code-Assistenten nutzen

Laut Gartner werden bis 2028 75 Prozent der Softwareentwickler in Unternehmen KI-gestützte Code-Assistenten verwenden. Anfang 2023 hingegen waren es noch weniger als 10 Prozent. Derzeit testen 63 Prozent der Unternehmen KI-gestützte Code-Assistenten, setzen sie ein oder haben sie bereits eingesetzt, so eine Gartner-Umfrage unter 598 weltweit Befragten im dritten Quartal 2023. KI-gestützte Code-Assistenten ermöglichen mehr…

KI avanciert 2024 zum stärksten Motor für die Entwicklerproduktivität

Generative KI hat im vergangenen Jahr die Schlagzeilen bestimmt. Kein Wunder also, dass auch 2024 ganz im Zeichen künstlicher Intelligenz stehen wird. Markus Eisele, Developer Strategist bei Red Hat, wagt einen Ausblick darauf, wie und wo die Zukunftstechnologie Entwicklerinnen und Entwickler im kommenden Jahr begegnen und ihre Produktivität verbessern wird.   Der Blick in die…

KI: Die neue Superkraft der Softwareentwickler

KI-gestützte Programmierassistenz revolutioniert die Entwicklungslandschaft. Kommentar von Freshworks: Softwareentwickler stehen täglich vor Herausforderungen, die ihre Fähigkeiten übersteigen. Selbst erfahrene Entwickler haben ihre Schwächen. In solchen Momenten können die neuen Superkräfte der Softwareentwicklung helfen. KI-Plattformen wie beispielsweise GitHub Copilot und ChatGPT sind auf Milliarden von Codezeilen in verschiedenen Programmiersprachen trainiert. Sie können weit mehr als nur…

Entwicklern fehlen die notwendigen Skills für mehr Sicherheit in der Software

Hochschulen und andere traditionelle Bildungsinstitutionen vermitteln keine ausreichenden Security-Kenntnisse. Unternehmen müssen eigene Bildungsangebote schaffen.   Entwickler besitzen oftmals nicht die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der DevSecOps-Welt erfolgreich zu sein. Das haben der Anwendungssicherheitsspezialist Veracode – seit kurzem Teil von CA Technologies – und DevOps.com in ihrer gemeinsamen 2017 DevSecOps Global Skills Survey herausgefunden…

Barrierefreie KI: Zehn praxisnahe Schritte für inklusive Innovation am Arbeitsplatz

Generative KI verändert rasant die Art, wie wir arbeiten. Sie schreibt Texte, generiert Bilder und Videos, unterstützt Entscheidungen, automatisiert Prozesse. Doch allzu oft bleibt ein zentraler Aspekt unbeachtet: Barrierefreiheit. Wer Inklusion ernst nimmt, muss sicherstellen, dass KI-Systeme für alle zugänglich sind – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten. Diese zehn Schritte zeigen, wie Organisationen GenAI…

OpenClaw & Moltbook: KI-Agenten, die handeln – und die Menschen, die zuschauen

KI-Agenten wie OpenClaw unterscheiden sich von klassischen Chatbots, da sie eigenständig handeln, Informationen speichern und Aufgaben über längere Zeiträume koordinieren können, was neue Sicherheitsrisiken birgt. Besonders gefährlich ist, dass Angreifer durch Prompt Injection die Agenten dazu bringen können, ihre legitimen Zugriffsrechte missbräuchlich zu nutzen, ohne das System direkt zu hacken. Um Risiken zu minimieren, sollten…

KI braucht Menschen: Human in the Loop

Künstliche Intelligenz hält Einzug in immer mehr Unternehmensprozesse. Doch viele KI-Initiativen bleiben hinter den Erwartungen zurück – nicht wegen der Technologie, sondern wegen fehlender Akzeptanz und Kontrolle.   Genau hier setzt unser neues Whitepaper »Human in the Loop« an. Es zeigt, warum menschliche Einflussmöglichkeiten zum entscheidenden Erfolgsfaktor für KI-gestützte Systeme werden – und wie Unternehmen…

KI auf Pump? Was Sam Altmans Milliarden-Wette für Business Continuity bedeutet

Wachstumsstory oder Warnsignal? An den jüngsten Schlagzeilen um Sam Altman scheiden sich die Geister. OpenAI braucht angeblich frisches Kapital in der Größenordnung von 100 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sickert durch, dass frühestens in 2030 mit schwarzen Zahlen zu rechnen sei.   Parallel zum Finanzierungs-Hype erreicht die KI-Nutzung am Arbeitsplatz ein Plateau. Während eine Spitze von »Heavy…

KI, Low-Code und die Zukunft der Softwareentwicklung: Wie Unternehmen 2026 auf Erfolgskurs bleiben

Raymond Kok, CEO von Mendix, ein Siemens-Unternehmen, ordnet die relevanten KI-Trends in der Softwareentwicklung im Gespräch ein und gibt IT-Entscheiderinnen und IT-Entscheidern in Unternehmen klare Empfehlungen, welche Weichen sie 2026 neu stellen müssen, um auf Erfolgskurs zu bleiben.    Herr Kok, wie sieht die Zukunft der Anwendungsentwicklung aus und wie sollten sich Unternehmen darauf vorbereiten?…

Schluss mit KI-Pilotprojekten – jetzt wird skaliert

Bei der Umsetzung jeder Digitalstrategie nimmt KI aktuell eine herausragende Bedeutung ein. Viele Unternehmen setzen sich bereits intensiv mit dem Einsatz von KI auseinander. Entscheidend ist jedoch, das Thema nicht auf einzelne Projekte zu beschränken, sondern KI strategisch und ganzheitlich im gesamten Unternehmen zu verankern und nachhaltig zu skalieren. Erst damit wird das KI-Potenzial optimal…

Das KI-Paradox in der Softwareentwicklung

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Softwareentwicklung und beschleunigt die Code-Erstellung, bringt jedoch neue Herausforderungen bei Qualität, Sicherheit und Compliance mit sich. Das sogenannte KI-Paradox zwingt Unternehmen dazu, ihre operativen Frameworks zu überdenken und intelligente Orchestrierungslösungen zu etablieren. Die Studie zeigt, dass menschliche Kontrolle und Expertise trotz flächendeckendem KI-Einsatz weiterhin unverzichtbar bleiben.   GitLab hat seinen aktuellen…

Antwort auf den KI-Bedarf: Vertiv präsentiert Strategie zur schnellen Skalierung weltweiter Rechenkapazitäten

Der amerikanische Spezialist für kritische digitale Infrastruktur in Rechenzentren und Kommunikationsnetzen sowie in gewerblichen und industriellen Umgebungen unterhält in Europa mehrere Standorte, darunter strategisch wichtige Produktionsstätten in der Region Venetien. Hier werden Kerntechnologien wie hochpräzise Klimasysteme, Kaltwassersätze (Chiller) und unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) entwickelt und für den globalen Markt gefertigt. Das Unternehmen Vertiv ist aus dem…

Vom Projekt zur Betriebslogik: Wie UiPath seine SAP-Landschaft mit KI-Agenten neu erfindet

Warum orchestrierte, KI-basierte Agenten zum strategischen Hebel in der SAP-S/4HANA-Transformation werden und was sich aus der »Customer Zero«-Initiative von UiPath und Deloitte lernen lässt.   In vielen Unternehmen wird die Umstellung auf SAP S/4HANA noch immer als notwendige Pflichtübung gesehen: teuer, riskant und mit ungewissem Mehrwert jenseits der technischen Erneuerung. UiPath hat diese Transformation anders…

Wie Mitarbeitende lernen, KI zu vertrauen

Die meisten Unternehmen stehen KI inzwischen offen gegenüber, aber bei der praktischen Nutzung gibt es noch Nachholbedarf. Wichtig ist, dass Mitarbeitende KI tatsächlich im Arbeitsalltag einsetzen.   Nahezu jedes große Unternehmen experimentiert heute in irgendeiner Form mit KI. Trotzdem bleibt es schwierig, die Technologie in den Arbeitsalltag zu integrieren. Was steht dem im Weg? Zweifel…

Wettlauf der Open-Source-KI-Modelle

TNG Technology Consulting als weltweiter Schlüsselspieler für Open-Source-KI-Modelle gelistet.   Mit über einer Billion verarbeiteten Tokens gehört das deutsche KI-Unternehmen TNG Technology Consulting zu den zehn bedeutendsten Modellautoren von Open-Source Large Language Modellen (LLMs) auf der weltweiten KI-Plattform OpenRouter. In der von Andreessen Horowitz ermittelten Top-10-Liste ist TNG mit dem achten Platz der einzige deutsche…

State of Cloud Security Report 2025: Cloud-Angriffsfläche wächst schnell durch KI

99 Prozent der Unternehmen von KI-Angriffen betroffen – Sicherheitsteams können mit unsicherem Code nicht Schritt halten. Nur eine agentenzentrierte Plattform die Code, Cloud und SOC umfasst, kann Abhilfe schaffen.   Die Verwendung von KI im Unternehmensalltag nimmt immer rasanter zu und führt zu einem beispiellosen Anstieg der Cloud-Sicherheitsrisiken. Um Unternehmen beim Kampf gegen diese eskalierenden…

 

659 Artikel zu „DevSecOps“

Trends 2025: GenAI & Anwendungsmodernisierung, ROI-Messung von KI und DevSecOps

Experten von GitLab prognostizieren maßgeschneiderte KI-Modelle on-premises, KI-Modelle von Open-Source-Projekten, ein Überdenken des Risikomanagements bei der Nutzung von KI, die wirtschaftliche Modernisierung von Anwendungen im großen Stil, die Verabschiedung isolierter KI-Anwendungen, die Erhöhung der Sicherheit bei DevOps und KI-Agenten als Katalysatoren für die Transformation der Software-Lieferkette.   Ashley Kramer Chief Sales & Marketing Officer und…

DevSecOps-Teams zweifeln an der Sicherheit von KI-generiertem Code

Die Umfrage analysiert das »Tauziehen«, das KI-gestützte Codierungstools im Software-Entwicklungsprozess hervorrufen.   Der Bericht »Global State of DevSecOps 2024« von Black Duck Software, Inc. (»Black Duck«) analysiert Trends, Herausforderungen und Chancen, die sich auf die Software-Sicherheit auswirken. Die Daten belegen, dass der umfassende Einsatz von KI die Art und Weise, wie Software entwickelt wird, grundlegend…

Security First: DevSecOps durch KI und Cloud vorantreiben

Cloud Computing ist wie das Thema künstliche Intelligenz allgegenwärtig. Auch im Kontext der DevSecOps-Methodik spielen beide Technologien eine gewichtige Rolle. Wie können sie Teams unterstützen und worauf müssen Entwickler und Administratoren achten.   DevSecOps-Teams sind mit den richtigen Methoden und dem richtigen Mindset in der Lage, einen »Security-First-Ansatz« zu verfolgen, bei dem die Frage nach…

Vier Best Practices sichern den DevSecOps-Erfolg

Das DevOps-Prinzip hat sich für IT-Projekte als enorm wertvoll erwiesen: Entwickler und Administratoren brechen Wissenssilos auf und schaffen es mit den entsprechenden Methoden, die Zusammenarbeit zu verbessern. Wie DevOps-Teams nun auch den Sicherheitsaspekt integrieren und DevSecOps erfolgreich in die Praxis umsetzen, zeigt der IT-Dienstleister Consol anhand von vier goldenen Regeln.   Das Kunstwort DevOps setzt…

Der Weg zu DevSecOps: Weiterhin steinig, aber es gibt Fortschritte

Illustration Absmeier Genki Bing   DevSecOps ist eine derjenigen Abkürzungen, die man in der hektischen Welt der Softwareentwicklung durchaus unterschiedlich interpretieren kann. So kann man beispielsweise eine Definition wählen, nach der man das Thema Sicherheit als willkommene Ergänzung der Bereiche Entwicklung (Dev) und Betrieb (Ops) betrachtet. Oder Sicherheit gilt eher als der unerwünschte Eindringling, der…

DevSecOps-Bericht zu KI: Cybersicherheits- und Datenschutz-Bedenken erschweren die KI-Einführung

Studie: Unternehmen sind in Bezug auf KI optimistisch, aber bei deren Einführung muss auf Datenschutz und Sicherheit, Produktivität und Weiterbildung geachtet werden.   83 % der Befragten halten die Implementierung von KI in ihre Softwareentwicklungsprozesse für unerlässlich, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. 79 % der Befragten haben jedoch Bedenken, dass KI-Tools Zugang zu privaten Informationen…

Offenlegung von Zugangsdaten in der DevSecOps-Pipeline: Wo Angreifer (zu) oft sensible Daten finden

Entwickler nutzen fest kodierte Zugangsdaten, um nahtlos auf die Dienste zuzugreifen, die für die Erstellung und Bereitstellung von Anwendungen erforderlich sind, oder sich zu authentifizieren. Diese Praxis rationalisiert zwar die Entwicklung, birgt aber auch Risiken.   Wenn Zugangsdaten – wie Kennwörter, API-Schlüssel und Zugriffstoken – im Quellcode öffentlich zugänglich sind, können Angreifer sie nutzen, um…

DevSecOps – Die Kluft zwischen Entwicklung und Sicherheit überwinden

Kontinuierlich, einmal täglich oder alle paar Tage: So häufig geben 70 Prozent der für die DevSecOps-Studie 2022 von GitLab befragten Entwickler-Teams Software-Code frei. Ein Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umfrage ergab auch, dass die Befragten am meisten in Sicherheit investieren. Das sind die guten Nachrichten.

Konvergenz von Observability, DevSecOps und Sicherheit wird immer wichtiger

80 Prozent der CIOs in Deutschland beabsichtigen DevSecOps-Kultur auf mehr Teams auszuweiten: Schlüssel zur schnelleren und sichereren Softwareentwicklung sowie digitaler Transformation.   Es wird immer schwieriger, die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Software aufrechtzuerhalten. Das ergab eine weltweite Umfrage von Dynatrace unter 1.300 CIOs und leitenden DevOps-Managern [1]. Demnach erhöht die Forderung nach kontinuierlichen Release-Zyklen und…

Bei DevOps und DevSecOps holpert es in Deutschland noch

Viele Unternehmen in Deutschland hinken ihren Zielen bei der Implementierung von DevOps und DevSecOps hinterher. Eine Hauptursache dafür sind kulturelle Barrieren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Progress.   Die Umfrage »2022 DevSecOps: Simplifying Complexity in a Changing World« untersucht den Status quo der DevOps- und DevSecOps-Adaption. Im Auftrag von Progress befragte das Technologieforschungsunternehmen Insight…

Was ist DevSecOps?

Wenn man DevSecOps erklären will, beginnt man am besten mit der Definition von DevOps. DevOps kombiniert Praktiken aus der Softwareentwicklung und dem IT-Betrieb. Um es an einem einfachen Beispiel zu illustrieren: Developer brauchen Umgebungen, in denen sie Software entwickeln können. Dazu zählen solche, in denen sie Code programmieren und zu den Repositories hinzufügen, CI/CD-Plattformen, die…

Sicherheit in der Software Supply Chain – DevOps braucht DevSecOps

Im Gespräch erklärt Frank Fischer, Product Marketing bei Snyk, warum Open Source in Software-Projekten gleichzeitig Fluch und Segen sein kann, warum Sicherheit integraler Bestandteil jedes Prozessschrittes in DevOps werden muss und das Security im Wesentlichen aus den drei Aspekten Technologie, Prozesse und Menschen besteht und die alle gleich bedacht und gestärkt werden müssen.

DevSecOps: Fünf Aspekte für den optimalen ROI

Entwicklungsteams von Morgen denken nicht nur an Code, Sicherheit und den alltäglichen Arbeitsbetrieb, sondern auch an die Rentabilität – den ROI. In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es unerlässlich, dass die Verantwortlichen für den ständigen Wandel bei der Modernisierung ihrer IT-Strukturen Geschäftsziele mitdenken.   Spätestens die Covid-19 Pandemie hat Unternehmen vor Augen geführt, wie entscheidend…

DevSecOps: Schneller sichere Software

Immer wieder sorgen Datenverluste und Datenschutzverletzungen aufgrund fehlerhafter Software für Schlagzeilen. Auf der einen Seite werden Cyberkriminelle immer findiger, wenn es darum geht, Sicherheitslücken auszunutzen. Andererseits verschärfen Regierungen und Regulierungsbehörden zurecht die Bestimmungen zum Datenschutz. Das hat in vielen Unternehmen zu der Situation geführt, dass die IT-Sicherheitsspezialisten der beschleunigten Entwicklung von Software durch den Einsatz…

Security-Praxistipps: Sechs DevSecOps-Metriken für DevOps- und Sicherheitsteams

Mitarbeiter im DevOps-Team bekommen leicht das Gefühl, dass das Sicherheitsteam dazu da ist, ihnen die Arbeit schwerer zu machen. Sicherheitsfachkräfte haben vielleicht das Gefühl, dass DevOps ihre Prioritäten nicht teilt und die Sicherheit nie so ernst nehmen wird, wie sie es gerne hätten. Glücklicherweise muss das nicht so sein. Durch das Festlegen und Verfolgen gemeinsamer…

In 6 Schritten zu DevSecOps

Während DevOps schon weitverbreitet ist, erkennen nun immer mehr Unternehmen, dass es entscheidend ist, nicht nur Entwicklung und Betrieb enger zu verzahnen, sondern, dass man auch Sicherheit immer von Anfang an mitdenken sollte. Dem trägt der DevSecOps-Ansatz Rechnung. Doch ebenso wie DevOps, ist dieser Ansatz kein Produkt, das man kauft, oder eine Lösung, die man…