Bedrohungsstatistiken und was sie bei der Entscheidungsfindung wirklich wert sind

Erhebungen über Bedrohungstrends gehören für Security-Anbieter zu den beliebtesten Vehikeln in der Kundenkommunikation. Tatsächlich liefern sie interessante Erkenntnisse – aber als Entscheidungsgrundlage für konkrete Sicherheitsstrategien taugen sie nur, wenn ein permanenter Abgleich mit der realen Situation der jeweiligen Unternehmen erfolgt. Dazu benötigt man Erhebungen, deren Hinweise auch fürs Management nachvollziehbar sind. Besonders wertvoll ist dies für den Mittelstand mit seinen Budget-Restriktionen und seinem hohen sektorspezifischen Spezialisierungsgrad.

 

Entscheidungen über Security-Maßnahmen fallen vielen Unternehmen extrem schwer. Das Problem liegt in der Komplexität der Materie, was nicht nur Geschäftsführer und Vorstände überfordert, weil diese oft kaum Fachkenntnisse im Bereich Cybersecurity haben. Selbst gestandene CISOs und Security-Admins bringen die aktuellen Anforderungen nicht selten an den Rand ihrer Fähigkeiten: Neben die klassische IT treten je nach Unternehmensumgebung Anwendungen in der Cloud, IIoT, OT, soziale Netzwerke, mobile Geräte und weitere Spezialgebiete, deren Risiken und Bedrohungslandschaften nur Spezialisten für die entsprechenden Umgebungen bewerten können.

 

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Entscheidungen mit Unbehagen

So muss sich häufig schon der CISO einer Organisation bei dem, was er an die Unternehmensführung weitergibt, auf die Aussagen anderer verlassen. Business-Management und Controller suchen dann ihrerseits nach Wegen, valide Maßstäbe für die Einordnung der Berichte zu finden. Dass es mit den Budgetfreigaben für gezielte Maßnahmen und Security-Lösungen in den Unternehmen oft lange dauert, liegt häufiger an der Unsicherheit der Verantwortlichen als am Unwillen, in diesen Bereich zu investieren.

Bedrohungsstatistiken und Trend-Reports renommierter, vor allem großer Security- und IT-Anbieter scheinen in dieser Situation willkommene Orientierung zu bieten. Sie punkten in vielen Fällen mit einer großen Basis an befragten Kunden und mit plakativen Aussagen, die branchenweise eine Fokussierung auf bestimmte präventive oder reaktive Maßnahmen nahelegen. Mit ihrer professionellen Aufbereitung stechen die Untersuchungen das, was die internen Security-Kräfte an Daten aufbieten, beim Management zuweilen um Längen aus. Hier und da traut man den Aussagen der »Großen« deshalb mehr als den Einschätzungen aus der eigenen Technik. Auch aus diesem Grund versucht fast jeder Security-Anbieter inzwischen, Kunden und vor allem potenzielle Kunden mit vermeintlich wertvollen, weil nach nachvollziehbaren Standards gewonnenen Daten über die Bedrohungslage zu versorgen.

 

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Wenig Entscheidungshilfe …

Aber was bieten die Analysen wirklich? Derzeit etwa macht der »Cost of a Data Breach Report« von IBM von sich reden, den das Unternehmen zusammen mit dem Ponemon-Institute erhoben hat. Die Ergebnisse scheinen besonders deshalb wertvoll zu sein, weil sie Auskunft über die Kosten von erfolgreichen Cyberangriffen geben. Genau das erhofft sich die Management-Ebene großer und kleiner Unternehmen. Denn sie muss das Unternehmensrisiko in puncto Cybersicherheit abschätzen: Lohnt sich die Investition in Lösung X oder Service Y, oder akzeptiert man besser das Risiko eines Angriffs vom Typ Z?

Tatsächlich liefern die Ergebnisse der Studie fast keinerlei konkrete Entscheidungshilfe. Die Analyse teilt mit, dass während der Covid-19-Pandemie die befragten Unternehmen pro Security-Vorfall im Durchschnitt einen Schaden von 4,24 Millionen US-Dollar erlitten haben und dies ein Höchstwert über die vergangenen 17 Jahre hinweg ist. Der Durchschnittsbetrag pro Vorfall sei um 10 Prozent gegenüber der Zeit vor der Pandemie gestiegen, unter anderem wegen des schnellen Umstiegs auf Arbeit im Home-Office und eine intensivere Cloud-Nutzung. Bei näherem Hinsehen zeigt sich dann, dass – Überraschung – die Investition in moderne Sicherheitsmaßnahmen für individuelle Unternehmen zu geringeren Kosten pro Vorfall führe.

Am Ende lautet somit die Botschaft: Die Bedrohungen nehmen zu, mit klugen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich aber das Risiko senken. Mehr praktischen Nutzwert haben die Ergebnisse vor allem für den Mittelstand leider kaum. Eine Formel, aus der sich die wahrscheinlichen Kosten eines Durchschnittsvorfalls im eigenen Betrieb ableiten ließen, stellen die Untersuchungen nicht zur Verfügung.

Dies hat vor allem damit zu tun, dass mittelständische Unternehmen individueller aufgestellt sind als große Konzerne. Trends für Chemieriesen oder Großbanken etwa lassen sich zwischen den vergleichsweise wenigen Akteuren in den Märkten sicherlich gut übertragen. Das gilt auch für Analysen dessen, was Investitionen in bestimmte Lösungen bringen. Im Mittelstand dagegen fällt es weitaus schwerer, eine bestimmte Konstellation aus Fachgebiet, Know-how, Security-Status und Angriffsflächen, die ein bestimmtes Unternehmen aufweist, noch einmal genau so zu finden – selbst im gleichen Markt. Die Studie wirft das Management solcher Organisationen also zwangsläufig darauf zurück, herauszufinden, was im eigenen Netz geschieht und wie wirkungsvoll die von der eigenen Informationssicherheit getroffenen Maßnahmen sind. Und damit sind wieder die internen Spezialisten und ihre Sensorik gefragt.

 

Den eigenen Analysen vertrauen

Interessanterweise lässt sich auch das mit einer Studie belegen. Obrela hat die Angriffssituation in den Quartalen 2/2020 und 2/2021 verglichen und dabei für unterschiedlichen Branchen und Angriffstypen ein recht heterogenes Bild ermittelt, wobei allerdings wie bei IBM der Gesundheitssektor mit einem deutlichen Anstieg auffällt. Die Heterogenität der Ergebnisse sollte man als durchaus wertvolles Resultat betrachten: Es bedeutet, dass Unternehmen sich derzeit für individuelle, auf eigene Assessments und Beobachtungen bauende Maßnahmen entscheiden und deren Wirksamkeit überprüfen, um real gut dazustehen. Risiko-Assessments und eine permanente Bedrohungsanalyse sind also Pflicht. Die Obrela-Studie beruht – wie viele ähnliche Analysen – auf der anonymisierten Auswertung realer Angriffsvorgänge bei Kunden. Die ausgemittelten Ergebnissen fußen also auf denselben Daten wie Statistiken aus dem eigenen Haus, vermitteln aber ein breiteres Spektrum von praktisch übertragbaren Ergebnissen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Groß angelegte Bedrohungsanalysen taugen wenig zur direkten Steuerung von sicherheitsbezogenen Maßnahmen und Investitionen in einem individuellen Unternehmen. Sie liefern stattdessen eine Grundlage für den Vergleich des Geschehens in der eigenen Organisation mit der in anderen – um so besser, je »typischer« das eigene Unternehmen aufgestellt ist, und um so schlechter, je einzigartiger es ist.

 

Der Faktor Kommunikation

Genau das wiederum führt allerdings in zwei Problemfelder, mit denen nicht jedes Unternehmen gut zurechtkommt. Das erste liegt darin, eine eigene Bedrohungssensorik samt Auswertung aufzubauen. Genau dieser Bereich gilt als aufwändig und teuer, einmal wegen der Kostenstrukturen bei typischen SOC-Dienstleistungen und -Lösungen, und einmal wegen der Personalkosten für gute Bedrohungs-Analysten. Da noch nicht jede Compliance-Vorschrift explizit ein SOC oder entsprechende Konstrukte fordert, zögert so manches Management mit der Freigabe des nötigen Budgets. Die beste Strategie besteht dann darin, gezielt einen Anbieter zu wählen, der sich auf die individuellen Bedürfnisse mittelständischer Kunden einlässt und neben der Bedrohungserkennung auch deren Abwehr und das Risikomanagement beherrscht.

Das zweite Problemfeld ist das der Kommunikation angesichts der oben geschilderten Entscheidungsunsicherheiten. CISOs sollten die an sich unschöne Situation als Chance begreifen. Zieht das Management externe Informationen wie die aus globalen Bedrohungsstudien spürbar lieber zurate als die Monitoring-Ergebnisse des eigenen Security-Teams, bedeutet dies zunächst einmal einen erhöhten Bedarf an verständlichen Informationen. Lösungen, die eine stets aktuelle unternehmensspezifischen Bedrohungsanalyse und -bewertung liefern, sollten dann intern entsprechend propagiert werden. Diese kann man selbst aufbauen oder fertig konsumieren je nach persönlichen Möglichkeiten und Präferenzen.

Die zweifellos attraktive Hacker-Jagd und der Wert des technischen Monitorings sind für die Unternehmensführung vielleicht weniger interessant als die Chance, ähnlich aussagekräftige Informationen zur Lage im eigenen Betrieb zu bekommen wie diejenigen, die die vertrauten Studien zum Umfeld bieten. In der Argumentation sollten die Security-Verantwortlichen beide Ebenen nicht gegeneinander ausspielen, sondern auf die Möglichkeit verweisen, beispielsweise individuelle Vergleichsdaten zum Stand im Unternehmen anbieten zu können. So wird Cybersecurity relevant für die Steuerung von geschäftlichen Prozessen und hat einen angemessen Platz in relevanten Entscheidungsgremien der eigenen Organisation. Dies erhöht die Sicherheit, senkt das Risiko und trägt dazu bei, Innovation mit zu gestalten.

Andreas Walbrodt, Obrela Security Industries

 

 

 

421 Artikel zu „Bedrohung Statistik“

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