Drei große Bedrohungen: rassistische Tendenzen, Mangel an Transparenz bei den Big-Techs und arbeitnehmerfeindliche Politik

Illustration: Absmeier Geralt

Als Höhepunkt eines Jahres, in dem die Covid-19-Pandemie die Welt dazu zwang, sich noch mehr auf das Internet zu verlassen, zeigt Mozillas »Internet Health Report 2020« ein Online-Ökosystem auf, das zunehmend von rassistischen Tendenzen, Fehlinformationen und arbeitnehmerfeindlicher Politik beeinflusst wird. Aber gleichzeitig auch ein System, das immer noch das Potenzial hat, eine gerechtere, ausgewogenere und menschlichere Gesellschaft zu schaffen.

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Der jährlich erscheinende Internet Health Report, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge aufgelegt wird, diagnostiziert, analysiert und beleuchtet für das Jahr 2020 drei große Bedrohungen für die Internet-Gesundheit:

  • Unterschwellige, rassistische Tendenzen verstärken die Diskriminierung
  • Die mangelnde Transparenz der großen Technologie-Unternehmen (Big-Techs) ermöglicht die schnellere Verbreitung von Gewalt, Unruhen und Krankheiten
  • Das Gig-Working Arbeitsmodell stellt die Rechte von Arbeitnehmern hintenan

 

Der Report zeigt auch potenzielle Lösungen für diese Probleme auf, wie zum Beispiel die Schaffung von gemeinsamen Datenpools, die Gig-Workern zu mehr Einfluss verhelfen oder die Inkraftsetzung einer Vorschrift, dass Internetplattformen offenlegen müssen, wie und warum algorithmische Entscheidungen getroffen werden.

»Im Jahr 2020 haben wir aus erster Hand erfahren, wie überlebenswichtig das Internet ist, aber auch, wie es der Gesellschaft nahezu irreparable Schäden zufügen kann – vom Anheizen der Ausbreitung einer Pandemie bis hin zur Korrumpierung der Demokratie und der Beeinträchtigung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten«, sagt Solana Larsen, Herausgeberin des Internet Health Report von Mozilla. »Gleichzeitig zeigt der Internet Health Report aber auch, dass es überall auf der Welt Menschen, Richtlinien und Projekte gibt, die beispielhaft darlegen, wie man die identifizierten Probleme verbessern kann.«

 

Um den aktuellen Gesundheitszustand des Internets transparent zu machen, enthält der Internet Health Report 2020 insgesamt 35 Datenvisualisierungen, die Trends hervorheben. Darunter zum Beispiel welche Internetgiganten die meiste Macht und das meiste Geld angehäuft haben oder wie schnell sich Covid-Fehlinformationen online verbreiten. Außerdem den Tribut, den die Datenverarbeitung von der Umwelt fordert und die Häufigkeit von Internet-Shutdowns (an jedem einzelnen Tag des Jahres gab es irgendwo auf der Welt einen Internet-Shutdown).

Die Infografiken des Reports zeigen auch die Ungleichheit beim Zugang zum Internet und die Notwendigkeit gezielter politischer Maßnahmen rund um öffentliche Infrastrukturinvestitionen auf. Da fast die Hälfte der Welt immer noch offline ist, ist es offensichtlich, dass die Bürger in einer Reihe von afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern aufgrund von unerschwinglichen Kosten für mobiles Breitband und Smartphones am Zugang zum Internet gehindert werden.

 

Interviews mit 100 führenden Aktivisten, politischen Entscheidungsträgern und Forschern aus der ganzen Welt über Ereignisse des Jahres 2020, die dem Internet am meisten geschadet oder geholfen haben, sind ebenfalls Bestandteil des Reports.

 

Mozilla, der gemeinnützige Entwickler des Firefox-Browsers und anderer Open-Source-Tools, veröffentlichte 2018 seinen ersten Internet Health Report mit dem Ziel, eine soziale Bewegung zu entfachen, die politische Entscheidungsträger, Unternehmen und die Öffentlichkeit dazu bringt, das Internet als globale Ressource zu schützen, die offen, sicher, menschlich und für alle zugänglich ist.

 

Weitere Details zu den drei im Internet Health Report 2020 identifizierten Hauptbedrohungen für die Internet-Gesundheit:

 

  • Unterschwellige, rassistische Tendenzen verstärken die Diskriminierung. Ein Beispiel nach dem anderen zeigt, dass das Internet und die künstliche Intelligenz weder farbenblind noch neutral sind und dass Inklusion kein nachträglicher Gedanke sein kann. Die Gesichtserkennung identifiziert dunkelhäutige Gesichter falsch, Suchmaschinenergebnisse verstärken schädliche Stereotypen und die Tech-Industrie bleibt überwiegend homogen. Gleichzeitig hat die Black-Lives-Matter-Bewegung weltweit neue und alte Diskussionen über Rassengerechtigkeit und Technologie entfacht. Die Kritik an Technologien, die auf der Grundlage von verzerrten Daten überwachen, diskriminieren und unterdrücken, ist weit schärfer geworden.
  • Ein Mangel an Transparenz bei den Big-Techs führt zu Schäden in der realen Welt. Die jüngsten schockierenden Ereignisse in den USA haben deutlich gezeigt, wie Social-Media-Plattformen als Megaphon für die Aufstachelung zu Gewalt und die Verbreitung von Desinformationen genutzt werden können – etwas, das wir immer wieder auf der ganzen Welt beobachten können. Trotz jahrelanger Beschwerden herrscht nach wie vor ein beunruhigender Mangel an Transparenz über die Plattform-Algorithmen, die Governance und die Community-Dynamik, die diesen Modellen zugrunde liegen, was ein besseres Verständnis und eine größere Verantwortlichkeit verhindert. Da weltweit unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen in Betracht gezogen werden, brauchen wir dringend radikal mehr Transparenz – damit wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen können, um diejenigen zu schützen, die dadurch gefährdet sind.
  • Die Förderung von Gig-Working, das Arbeitsrechte hintenanstellt. Während die Welt durch das Thema künstliche Intelligenz (KI) in eine neue Phase der Datenverarbeitung eintritt, befinden sich die Arbeitsrechte an einem Wendepunkt. Ausufernde Internetplattformen und ausgeklügelte Apps wie Uber haben ein Ökosystem von Gig-Workern geschaffen, denen grundlegende Arbeitsrechte vorenthalten werden. Sie verdienen erstaunlich niedrige Löhne, sind willkürlichen Algorithmen unterworfen und haben wenig oder gar keinen rechtlichen Schutz. Gleichzeitig beginnen Gig-Worker damit, sich gegen diese Methoden zu wehren und neu entstandene Initiativen fordern, die Macht über Daten zu überdenken und neu auszutarieren. Diese Initiativen geben ihnen ein gewisses Druckmittel gegen die Tech-Industrie, in der sie arbeiten.

 

 

 

Weitere bemerkenswerte Trends, die der Internet Health Report 2020 identifiziert hat:

 

  • Der »Tech Lash« trägt endlich Früchte, wobei Tech-Mitarbeiter den Wandel anführen. Im Jahr 2020 begann sich die angespannte öffentliche Meinung gegenüber Tech-Unternehmen als echter Wandel zu manifestieren, wobei nicht selten die eigenen Mitarbeiter diesen Wandel anführten. Infolgedessen sehen sich die großen Technologieunternehmen mehr kartellrechtlichen Bedrohungen ausgesetzt. Verbote der Gesichtserkennung werden immer häufiger. Mitarbeiter von Tech-Unternehmen erheben zunehmend ihre Stimme über unzureichende Diversity sowie Arbeitsrechte und verurteilen Verträge mit dem Militär oder Strafverfolgungsbehörden. Whistleblower melden sich vermehrt mit ihren Anliegen zu Wort. Es entstehen neue Datenmodelle als Alternativen zu Big-Tech.
  • Das Internet wird instabil. Im Jahr 2020 war an jedem einzelnen Tag des Jahres irgendwo auf der Welt ein Internet-Shutdown zu verzeichnen. Das sogenannte »Splinternet« wird zur Realität: Der Zugang zu großen Teilen des Internets wird auf Länderebene aufgrund von sozialen oder politischen Konflikten zunehmend eingeschränkt. Zensur, Überwachung und die Manipulation von Inhalten nehmen den Menschen die Möglichkeit, sich offen und sicher online zu beteiligen.
  • Die Big-Techs werden immer größer. Im Jahr 2020 kontrollierten vor allem sieben Unternehmen das Internet und seine Infrastruktur: Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Facebook, Tencent und Alibaba. Und vier der meistgenutzten Social-Media-Plattformen sind im Besitz von Facebook: Facebook selbst, Instagram, WhatsApp und der Facebook Messenger. Mittlerweile sind sogar »Smaller-Techs« von den Big-Techs abhängig: Wenn man zum Beispiel Netflix oder Zoom nutzt, läuft dies im Hintergrund über die Amazon Web Services. Beflügelt durch die Pandemie stiegen die Gewinne von Amazon so im Jahr 2020 um fast 200 %.
  • Die mächtige KI ist undurchschaubar. Die KI, die Verbraucher-Tech-Plattformen wie den Facebook Newsfeed oder die YouTube-Empfehlungen antreibt, ist eine Macht mit weltweitem Einfluss. Diese Technologien beeinflussen, was Milliarden von Menschen sehen, lesen und letztlich auch glauben. Dennoch sind sie undurchsichtig. Bis zu 70 % der auf YouTube angesehenen Videos werden zuvor von Algorithmen ohne jegliche Kontrolle empfohlen – was zu Empfehlungsschleifen führt, die Fehlinformationen säen, falsche und schädliche Narrative verstärken und Bevölkerungen polarisieren oder radikalisieren. Die größten Plattformen legen nicht offen, wie sie ihre Algorithmen entwickeln und trainieren. Darüber hinaus gibt es nur wenige Möglichkeiten, um Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Welt zur Verantwortung zu ziehen.

 

Den kompletten Mozilla Internet Health Report 2020 und weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

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