Im Interview: Joachim Astel, Vorstand der noris network AG – Zertifizierung im Wandel

Ob Colocation, Managed Services oder Cloud-Infrastruktur, weil die IT für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen immer zentraler wird, müssen sich IT-Verantwortliche beim Einkauf von IT-Dienstleistungen kritische Fragen von internen und externen Stakeholdern gefallen lassen. Die Bedeutung von Zertifizierungen wächst.


Herr Astel, die noris network ist IT-Dienstleister für Unternehmen und hat sehr früh viel Wert auf Zertifizierungen gelegt. In Ihrer Person ist das Thema fest im Vorstand verankert. Warum?

Die IT ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung. Beim Einkauf von IT-Services müssen daher laufend neue Gesichtspunkte erfüllt werden. Viele Funktionsträger innerhalb und außerhalb der Unternehmen wollen aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive wissen, wie die IT aufgestellt ist. Und so fragen nicht nur die internen Datenschutzbeauftragten die IT-Sicherheitsverantwortlichen und Risikomanager nach. Auch deren externe Wirtschaftsprüfer verlangen Auskunft. Und ein Trend in der Industrie: Lieferantenmanager sehen die Bedeutung der IT für funktionierende Lieferketten und werfen ein prüfendes Auge auf die IT ihrer Zulieferer. Und bei all dem helfen Zertifizierungen des Dienstleisters als erste Orientierung bei der Auswahl.


Gilt das für alle Branchen und Wirtschaftszweige?

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In Bereichen wie dem Datenschutz schon, aber in der Breite der Prüfungen gibt es Unterschiede. Einer der Gründe für unseren Umgang mit Zertifizierungen ist ja, dass wir viele Banken und Finanzdienstleister sowie Unternehmen der kritischen Infrastruktur (KRITIS) zu unseren Kunden zählen dürfen. Weil Banken durch die Bankenaufsicht BaFin reguliert sind und in Deutschland gemäß Kreditwesengesetz nachgelagerte Anforderungen aus »MaRisk«, »BAIT« u. Ä. haben, ergeben sich eine Vielzahl an Kontrollanforderungen an einen externen Dienstleister. Gefragt sind hier regelmäßige IT-Sicherheits- und Datenschutzberichte, Risikoberichte des Dienstleisters durch eigene Risk Manager sowie Business Continuity Reports durch BCM Manager beim Dienstleister. Das geht bis hin zu fortlaufender Berichterstattung durch die Innenrevision des Dienstleisters. Die »Bankenregulatorik« erfordert hier eine Vielzahl von Reporting-Wegen. Und Trend ist, dass andere Branchen, getrieben durch gesetzliche und regulatorische Anforderungen, ebenfalls mit regelmäßigen Prüf- und Kontrollanforderungen nachziehen.


Was heißt das für Ihr Unternehmen?

Das bedeutet zunächst einmal, dass wir durch unsere Kunden eine größere dreistellige Anzahl an Audits im Jahr haben – von mehrwöchigen Neu- oder Rezertifizierungen bis zur punktuellen Überprüfung einzelner Kunden, zum Beispiel durch externe Wirtschaftsprüfer. Mit der Zeit haben wir spezielle Kompetenzen entwickelt und aufgebaut. So haben wir ein eigenes Audit Management Team, Verantwortliche für Compliance, Risk Management, Business Continuity, eine Innenrevision – und dazu ein entsprechend leistungsstarkes internes Kontrollsystem. Richtig gemacht sind viele Maßnahmen und Prozesse ja oft für mehrere Zertifizierungen wichtig. Wir zielen dann auf den höheren Standard – und erfüllen damit andere Normen gleich mit. Diese Erfahrung ist es, die von den Kunden gerne genutzt wird. Beanstandungen bei Audits im Bankenbereich etwa führen schnell zu Eskalationen und sind für IT-Verantwortliche alles andere als angenehm. Da beruhigt es, wenn der IT-Partner in diesem Bereich viel praktische Erfahrung einbringen kann.


Wo liegen denn die größten Herausforderungen?

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Zunächst einmal sind die meisten Normen abstrakt formuliert. Es braucht Erfahrung, wie und ob eine konkrete praktische Umsetzung normengerecht ist. Und dann ist die Situation dynamisch: Die Normen wandeln sich, die Systeme der Kunden sind in steter Bewegung. Das muss nicht nur dokumentiert werden, sondern jede Veränderung ist darauf zu prüfen, ob Normen berührt werden. Viel von dieser Arbeit können wir den Unternehmen abnehmen. Wer das schon mal gemacht oder verantwortet hat, weiß, wie groß der Mehrwert hier ist.


Und wie schützt man sich als Unternehmen vor Überraschungen? Insbesondere, wenn man neue Dienstleister wählt oder weitere IT-Services auslagert?

Mit Blick auf die unternehmerische Sorgfaltspflicht raten wir, diese Anforderungen vorab strukturiert erfassen und analysieren zu lassen. Im nächsten Schritt können daraus die spezifischen Vorgaben und Kontrollen für die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister erstellt werden. Wichtig ist, die vielen Stakeholder früh in den IT-Auslagerungsprozess einzubeziehen. Der Datenschutzbeauftragte hat etwa die Anforderung, eine »Vorabkontrolle« gemäß DSGVO durchzuführen. Sie soll Einblick geben, ob die Leistungen des Dienstleisters für die eigenen Datenschutzanforderungen überhaupt geeignet sind. Sinnvollerweise sollte diese vor Vertragsabschluss beziehungsweise vor Übermittlung personenbezogener Daten zu einem Dienstleister erfolgreich durchgeführt sein.


Und diese Vorabtests leisten dann die Zertifizierungen?

Das ist nicht wie eine Checkliste, die man abhakt und dann seine Kontrollpflichten in Richtung Dienstleister erfüllt hat. Die Zertifizierungen sind als Hinweise, als Vorabkontrollen durch Externe zu verstehen. Die Unterlagen sollten aber durch die Verantwortlichen auf Plausibilität überprüft werden: Das Zertifikat muss durch eine akkreditierte Stelle wie die DAkkS legitimiert sein oder bei Wirtschaftsprüfungstätigkeiten durch vereidigte und unabhängige Wirtschaftsprüfer testiert sein. Ein unterschätzter Bereich sind die Angaben zum »Scope« (Anwendungsbereich) eines Zertifikats. Hier ist beschrieben, auf welche Geschäftsbereiche beim Dienstleister sich die Erfüllung der Norm bezieht. Nicht immer deckt dies die Kontrollpflichten des Auftraggebers voll ab, dann ist das Zertifikat praktisch wertlos. Und aus meiner Sicht das Wichtigste: Jeder Auftraggeber sollte sich bei einem Besuch vor Ort ein eigenes Bild machen.


Gibt es neue Trends bei Zertifizierungen? Werden im Zuge von Zertifizierungen neue Anforderungen an Unternehmen wie noris network gestellt?

Da ist mehr Dynamik drin, als Außenstehende glauben wollen. Zuerst natürlich deshalb, weil wir uns laufend neuen, zusätzlichen Normen stellen. So erfüllt unser neuestes Rechenzentrum in Kürze TSI Level 4. Die Regelungen dieser Norm zur physischen Sicherheit und Verfügbarkeit sind so streng, dass sie bereits bei Planung und Architektur berücksichtigt werden müssen, also beispielsweise getrennte Zugänge und Flure für IT-Personal und andere Techniker. Ein anderer Trend ist die zunehmende Bedeutung der Rolle der Wirtschaftsprüfer.


Inwiefern Wirtschaftsprüfer? Was verändert sich hier?

Früher spielten akkreditierte technische Prüforganisationen für ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 27001 eine starke Rolle. Aktuell aber kommen im Auditumfeld auch Wirtschaftsprüfer stärker ins Spiel. Meine Interpretation ist, dass sich mit den Enron-/WorldCom-Skandalen vor 20 Jahren und der Verabschiedung des Sarbanes Oaxley Act (SOX) die Wirtschaftsprüfer in den USA stark etablieren konnten. Dieses anglistische Modell wurde über internationale Konzerne nach Europa getragen. Dazu zählen insbesondere Wirtschaftsprüfer-Testate nach SOC 1 oder sein internationales Pendant ISAE 3402. Vorteil für die Transparenz ist, dass Wirtschaftsprüfer sich über entsprechende »Grundgesamtheiten« ein komplettes Bild über Prozesse oder ganze Wertschöpfungsketten des Dienstleisters machen. Sie führen oft sehr intensive Prüfungshandlungen durch, durchkämmen auch meist ein komplettes Wirtschaftsjahr. Die Aufwände dafür können dementsprechend immens sein und werden die Servicekosten beim Kunden nach oben treiben. 

Für regulierte Branchen wie Banken kann dies klar gefordert sein. Demgegenüber machen akkreditierte Auditoren wie die von TÜV, DEKRA, DQS für ISO-, DIN- und vergleichbare Normen typischerweise Stichprobenverfahren und erheben für die Prüfungsfelder entsprechende Momentaufnahmen des Managements der Organisation. Entsprechend niedriger sind die Prüfungsumfänge und -kosten.


Hat dieser Trend neben möglicherweise steigenden Kosten noch andere Auswirkungen?

Es gilt, sich darauf einzustellen. So konnten sich amerikanische Cloud Provider sehr einfach auf die neue Norm BSI C5 (»Cloud Computing Compliance Controls Catalogue«) des BSI einstellen. Auch, weil diese Norm ähnlich wie ein SOC 1-/2-/3-Testat durch Wirtschaftsprüfer geprüft werden kann. Danach hat dann die Bundespolizei Amazon Cloud für deren Bodycams als Provider ausgewählt, weil dieser zum damaligen Zeitpunkt eine BSI C5-Zertifizierung nachweisen konnte. Sie sehen also: Zertifizierungen sind Wettbewerbsfaktoren. Wir planen, bis Ende des Jahres die BSI-C5-Zertifizierung für unsere Cloud Services zu ergänzen.


Sie haben bei anderer Gelegenheit erwähnt, dass die EU-Cloud-Initiative GAIA-X große Bedeutung im Bereich der Zertifizierung haben wird. Wie das?

Ja, GAIA-X, die europäische Cloud wird hier Mehrwerte bieten. So wird den Verantwortlichen, die den Auslagerungsprozess zu Cloud- und IT-Dienstleistern steuern müssen, im Idealfall einiges vereinfacht: Durch die »GAIA-X Federation Services« werden dem Nutzer der GAIA-X-Cloud die »Stellschrauben« selbst überlassen. Er entscheidet, welche Dienste er nutzen möchte und welche Datenschutz- und Zertifizierungsmerkmale der jeweilige Dienstleister in der GAIA-X-Cloud anbieten muss. Im GAIA-X-Telefonbuch wird dies transparent ablesbar sein und über regulatorische Vorgaben werden viele Grundvoraussetzungen sichergestellt werden. Bis dieses Projekt über »Show Cases« hinausgeht, werden aber noch einige Monate ins Land gehen. Wer bis dahin sichergehen will, sollte einen Dienstleister wie noris network wählen, der sich heute schon umfangreich zertifizieren und auditieren lässt. 

Herr Astel, vielen Dank für das Gespräch.


Bild: © noris network AG

 

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