Was man für eine funktionierende virtuelle Schule wirklich braucht

In den kommenden Monaten kehren überall auf der Welt Kinder wieder in die Schule zurück. Auch wenn sich die Szenarien seit den ersten Lock Downs oder Shut Downs verändert haben, es kommen Erinnerungen hoch. Viele Schulbezirke waren nicht in der Lage, mit einem Präsenzunterricht zu beginnen. Stattdessen starrten Schüler an ihrem ersten Schultag vielfach den ganzen Tag auf ein Tablet, während Lehrer versuchten, IT-Administrator zu spielen und Probleme zu beheben, die mit dieser Art von virtuellem Lernen fast zwangsläufig einhergehen.

Anzeige

Damals sorgte ein Foto im Internet für einiges Aufsehen: Eine Mutter hatte bei ihrem 5-jährigen Sohn einen Augenblick großer Frustration eingefangen. Nachdem der kleine Junge den ganzen Vormittag mit Netzwerkproblemen zu kämpfen hatte, und kaum am Unterricht teilnehmen konnte, ließ er entmutigt den Kopf hängen und überließ sich seinen Tränen. Nicht unbedingt die Art von Erinnerung, die man seinem Kind für den ersten Schultag wünscht. Aber es ist eine Erfahrung, die auch andere machen werden. Zumindest bis Schulbezirke und Technologieunternehmen wie etwa Google und Apple enger zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass virtuelles Lernen ansprechend und effektiv ist. Andernfalls liegt der Unterricht für unsere Kinder auf Eis, bis Covid-19 besiegt ist.

Anzeige

Die Kinder sind natürlich nicht die einzigen Betroffenen. Zum einen sind Lehrkräfte für diese Art von digitalem Fernunterricht nicht ausgebildet. Zum anderen haben Lehrer und Administratoren zu Beginn eines Schuljahres ohnehin genug um die Ohren, auch ohne technische Probleme. Gleiches gilt für Eltern und Familien, von denen nicht wenige vor außerordentlich schwierigen Entscheidungen standen und nun wieder stehen. Sie machen sich Sorgen um die schulische und psychische Entwicklung, Gesundheit und Sicherheit ihrer Kinder, während sie gleichzeitig externe Anforderungen, ihre eigenen Arbeitszeiten und die steigenden Kosten für die Kinderbetreuung (wenn sie denn überhaupt eine bekommen) unter einen Hut bringen müssen.

Eine sinnvolle öffentlich-private Technologiepartnerschaft besteht nicht darin, einen Raum voller 6-Jähriger auf Zoom besser zu »handlen«.  Vielmehr muss die Technologie für ein digitales, vernetztes Lernen ihrerseits zuverlässiger und benutzerfreundlicher werden.

Kaum ein Pädagoge hat sich wohl eine Situation wie diese vorstellen können, als er oder sie mit der Lehrerausbildung begonnen hat. Die wenigstens haben einen ausreichenden IT-Hintergrund oder sind erfahren in Sachen Datenschutz und Cybersicherheit. Wo also anfangen? Was genau sollte man beachten, damit Schüler nicht durch technische Probleme ausgebremst werden?

Auch in Deutschland ist die Digitalisierung der Schulen schon lange ein Thema. In zahlreichen Bundesländern gibt es entsprechende Initiativen wie etwa den »Digitalpakt«. In fast ausnahmslos allen Ländern musste das Bildungswesen allerdings lange auf die bewilligten Gelder warten. Dann kam die Corona-Pandemie, und plötzlich mussten die Klassenzimmer virtuell werden. Schnell stellte sich heraus, dass es trotz aller Bemühungen großen Nachholbedarf gab. Es fehlte (und fehlt noch) an der notwendigen technischen Ausstattung, an geeigneten Geräten und digitalem Lernmaterial, ebenso wie an tauglichen Konzepten für das Online-Lernen und Richtlinien für den Datenschutz.

Cyberkriminelle haben Schulen schon lange im Visier, Covid-19 und das Home Schooling haben allerdings die Bedrohungslage verschärft. Veraltete Gerätesicherheit, schlecht geschützte Heimnetzwerke, aber auch mangelnde Aufklärung und Sensibilisierung sowie neuartige Bedrohungen sind dabei die größten Probleme. Vor wenigen Wochen kämpfte etwa die Lernplattform Moodle in Rheinland-Pfalz mit Schwierigkeiten. Grund soll ein Hackerangriff mit einer DDoS-Attacke gewesen sein. Dabei wird der Server mit einer Masse von künstlich generierten Aufrufen geflutet und geht daraufhin in die Knie. Moodle ist an über 900 Schulen im Bundesland im Einsatz.

Anzeige

Es besteht also dringender Handlungsbedarf, auch, wenn es eine einheitliche Lösung nicht geben kann. Jeder Schulbezirk, jedes Land oder Bundesland hat seine eigenen Gegebenheiten. Aber es gibt eine Reihe grundlegender Bereiche, die alle adressieren sollten.

 

  1. Netzwerk-Bandbreite

Es gilt sicherzustellen, dass das betreffende Netzwerk das nun sehr viel höhere Datenverkehrsvolumen überhaupt bewältigen kann. Zu diesem Transaktionsvolumen tragen nicht nur Lehrer und Schüler bei, sondern auch Eltern, Verwandte und alle anderen, die mit der Erziehung eines Kindes zu tun haben. Sie alle benutzen nicht nur Suchmaschinen. Sie streamen Videos, laden Dokumente hoch und herunter und authentifizieren Geräte. Stellen Sie unbedingt sicher, dass die Netzwerke über eine ausreichende Bandbreite verfügen.

 

  1. Geräteidentitäten

Jede Schüler*in muss die Möglichkeit haben, sich mit dem Netzwerk zu verbinden. In einigen Ländern und Bezirken ist man dazu übergegangen, Schülern eigene Geräte wie iPads oder Chromebooks zu überlassen. Haben Sie die Möglichkeit, nachzuverfolgen wie diese Geräte verwendet werden und sie ordnungsgemäß zu verwalten? Beziehungsweise wissen Sie, welche Geräte verwendet werden, um sich am Netzwerk anzumelden?

Man kann natürlich strengere Sicherheitskontrollen einrichten (die Geräte effektiv »aussperren«). Aber wie verteilen Sie dann Updates? Was passiert, wenn Sie Apps oder Software neu laden müssen? Und haben Sie einen Plan, wie Sie Probleme konkret beheben wollen, wenn Sie denn auftreten?

Noch komplizierter wird es, wenn Schüler*innen ihre eigenen Geräte benutzen. Unternehmen sind ständig damit konfrontiert, dass Mitarbeiter über private Handys und Tablets auf Unternehmens-Assets zugreifen. Wenn also Schüler*innen ihre eigenen Geräte nutzen, haben Sie keinerlei Garantien mehr, sondern stattdessen viele Unbekannte. Wenn die Zahl der schuleigenen Geräte nicht ausreicht, werden Sie sich zwangsläufig über Alternativen Gedanken machen müssen. Die Antwort lautet, dass Sie fundierte Entscheidungen dazu treffen sollten, wie Sie mit Geräteidentitäten umgehen. Das gilt bei den Richtlinien genauso wie für die ausgewählten Technologien. Die Entscheidungen betreffen die Geräteanmeldung, die Geräteauthentifizierung oder das Verteilen von Updates.

Es gibt eine Reihe von Authentifizierungstechnologien, wie biometrische, zertifikats- (PKI) oder tokenbasierte. Unabhängig von der letztendlichen Auswahl bleiben die Zusammenhänge komplex. Man braucht zwangsläufig den richtigen Partner, der solche Verwaltungsaufgaben übernehmen kann, sei es ein großes Technologieunternehmen oder einen Managed Service Provider.

 

  1. Wie schützen Sie Daten und wo werden sie gespeichert?

Personenbezogene Daten sind besonders wertvoll und sensibel. Genau diese Daten fallen massenweise an. Die sogenannten PII-Daten, persönlich identifizierbare Informationen, sind »Informationen, die zur Unterscheidung oder Rückverfolgung der Identität einer Person verwendet werden könnten, entweder allein oder in Kombination mit anderen persönlichen oder identifizierbaren Informationen, die mit einer Person verknüpft werden oder verknüpft werden könnten. Die Definition von PII ist nicht an eine einzelne Kategorie von Informationen oder Technologien gebunden. Es erfordert eine Einzelfallbewertung des spezifischen Risikos, dass eine Person identifiziert werden kann.«

Der Schutz dieser Daten ist enorm wichtig. Sie müssen bei der Übertragung gesichert werden (Webverbindungen müssen verschlüsselt ablaufen) und im gespeicherten Zustand, was in den Bereich der Netzwerksicherheit fällt. Aber das ist noch nicht alles. Sie müssen genau überlegen, wo Sie diese Daten speichern. Bei der Suche nach Technologiepartnern sollten Sie bedenken, dass diese dazu neigen, eine Kopie Ihrer Daten dort zu speichern, wo diese Firmen ansässig sind – und wo gegebenenfalls andere Datenschutzgesetze gelten.

Insgesamt ist das alles sehr viel mehr, als die meisten Länder, Kommunen, Bezirke und Schulen alleine bewältigen können. Die Suche nach geeigneten öffentlich-privaten Partnerschaften mit Technologieunternehmen ist ein entscheidender Baustein zur Lösung des Problems.

Eine virtuelle Schule reibungslos zum Laufen zu bringen, ist keine ganz triviale Aufgabe, aber eine notwendige.

 

Lila Kee

Lila Kee ist General Manager North and South American Operations bei GlobalSign und Chief Product Officer des Unternehmens.

 

872 Artikel zu „Schule Digitalisierung“

Die Sommerferien sinnvoll nutzen – Digitalisierungsprojekte an Schulen umsetzen

Die Notwendigkeit, Schulen mit IT-Experten aus der Wirtschaft zu vernetzen. Die Corona-Krise hat viele Bereiche des öffentlichen Lebens auf den Kopf gestellt, inklusive des Bildungssystems. Auch wenn die Maßnahmen zum Infektionsschutz mittlerweile deutlich gelockert wurden und der Schulbetrieb auf Sparflamme wieder aufgenommen wurde, könnten Schulen, an denen es im Herbst zu Infektionen kommt, sofort geschlossen…

Digitalisierung der Schulen: Startschuss für Smart School

Die Gemeinschaftsschule Bellevue (Saarbrücken) und das Gymnasium Wendalinum (St. Wendel) setzen auf Bildung in der digitalen Welt. Schwerpunkte liegen auf pädagogischen Konzepten, Lehrerfortbildung und IT-Infrastruktur. Gemeinsame Projekte der saarländischen Landesregierung und der Digitalwirtschaft, begleitet durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, sollen Vorbildcharakter für andere Schulen haben. Deutschlands Schulen werden digital. Eine Vorreiterrolle dabei übernehmen…

Pandemie als Digitalisierungstreiber? – Nicht reden, sondern handeln

Die Corona-Krise hat schonungslos eine Vielzahl an Defiziten aufgezeigt, vor allem die Rückständigkeit in puncto Digitalisierung in den Verwaltungen, den Schulen und auch in vielen Unternehmen. »Digitalisierung ist kein Hexenwerk, wir müssen es nur beherzt angehen. Nicht reden, sondern handeln«, lautet die Devise von Karl Heinz Mosbach, Geschäftsführer ELO Digital Office GmbH.

Digitalisierung von der Einzelanwendung bis zum End-To-End-Lösungskonzept – Plattform, Cloud und End-to-End

Die Covid-19-Pandemie ist nicht an allem schuld. Cloud, IoT, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Digitale Transformation bestimmten schon vorher die IT-Szene. Aber die Auswirkungen und Folgen der Pandemie haben die Entwicklungen beschleunigt. Tobias Fenster, Chief Technical Officer (CTO) des Software- und Beratungshauses COSMO CONSULT, gehört zu den ausgewiesenen Experten, die diese Entwicklungen mit beeinflussen.

Industrie 4.0: Ersatzteil-Digitalisierung mit additiver Fertigung – Ein Projektmodell zur praktischen Einführung und Praxisbeispiele

Additive Fertigung wird die Art und Weise, wie Ersatzteile hergestellt, geliefert, gelagert und versendet werden, verändern. Mit AF-Systemen hat sich eine neue Industrie »Manufacturing as a Service« zur Serien- und Massenfertigung etabliert, zudem fertigen 3D-Druckdienstleister einzelne Ersatzteile oder kleine Serien. Dadurch lassen sich Ersatzteile »On Demand« am »Point of Need« fertigen und ausliefern.

Corona befeuert die Digitalisierung

Analoge und digitale Produkte sollen verknüpft werden. Digitale Transformation wird durch IT-Fachkräftemangel und Fragmentierung von Kunden-Touchpoints erschwert. Lünendonk-Studie kostenfrei verfügbar [1].   Unternehmen investieren in Zeiten von Corona verstärkt in ihre Digitalisierung. Sie stoßen dabei aber auf einige Herausforderungen: Der Fachkräftemangel, die Fragmentierung von Kunden-Touchpoints auf verschiedene Online- und Offline-Kanäle sowie der Kulturwandel hin zu…

Open Source: Digitalisierung braucht offene Standards

Immer mehr Unternehmen setzen auf offene Standards und steigen in der Folge von proprietärer Software auf Open Source um. Experten erklären, warum das der richtige Weg ist. Standards ermöglichen Interoperabilität und vereinfachen damit den IT-Alltag. Viele sind aber mehr oder weniger proprietär und werden von einzelnen Organisationen oder Herstellern kontrolliert, die die Nutzung beliebig einschränken…

Azubis sind Digitalisierungstreiber – wenn man sie lässt! 

Eine Studie des RKW Kompetenzzentrums zeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen an digitaler Reife gewinnen und vom Kompetenzzuwachs ihrer Auszubildenden profitieren, wenn Azubis eigenständig Digitalisierungsprojekte im Betrieb umsetzen.   Das RKW-Projekt »Digiscouts – Auszubildende als Digitalisierungsscouts« ermöglicht kleinen Teams von Azubis, in ihrem Betrieb ein Digitalisierungsprojekt zu entwickeln und eigenverantwortlich innerhalb von sechs Monaten umzusetzen.…

Studie: Digitalisierung treibt Kosten der Unternehmen nach oben 

  Unternehmen in Deutschland ziehen Bilanz zu bereits durchgeführten Digitalisierungsmaßnahmen. Ergebnis: In mehr als jedem dritten Unternehmen (38 Prozent) steigen die Kosten. Nur 25 Prozent spüren bereits Einspareffekte, weitere 25 Prozent können noch kein Fazit zu den Auswirkungen auf die Kosten ziehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Potenzialanalyse Reality Check Digitalisierung« von Sopra Steria…

2021: Nachhaltige Digitalisierung gelingt nur mit einer nachhaltigen Digitalpolitik

2021 bietet die Chance auf eine strategische Neuausrichtung der deutschen und europäischen Digitalpolitik. Auf bundespolitischer Ebene könnte eine im kommenden September ins Amt gewählte Bundesregierung neue Schwerpunkte setzen, digitalpolitische Versäumnisse aufholen und die Potenziale digitaler Technologien und Dienste für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft heben. Auf europäischer Ebene stehen mit dem Digital Services Act sowie dem…

Corona verzögert die Digitalisierung, verbessert aber Innovation und Nutzererlebnis

Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen 2020 durchschnittlich 4,5 Millionen Euro durch gescheiterte oder reduzierte Digitalisierungsprojekte verloren haben . Die Pandemie hat die wenigsten Probleme verursacht.   Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Unternehmen die Pläne zur digitalen Transformation durcheinandergewirbelt. Die jüngste Studie von Couchbase belegt, dass 76 % der befragten Organisationen markante Änderungen ihrer…

Digitalisierung: Nachhaltigkeit ist ein Top-Thema für Startups

9 von 10 Startups glauben, dass Digitalisierung für weniger Ressourcenverbrauch und mehr Klimaschutz sorgen kann. Bitkom veröffentlicht Startup-Report 2020 [1]. Der großen Mehrheit der Startups in Deutschland geht es nicht nur um den eigenen Erfolg, sondern sie wollen auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. So sagen zwei Drittel (67 Prozent) der Gründer, dass sie…

Im Fach Digitalisierung ist die Versetzung gefährdet

Schulen haben keinen CIO, da ist jetzt Hilfestellung gefragt. Der Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang des Jahres hat in den meisten deutschen Schulen für viel Aufregung und Chaos gesorgt. Im Zuge von Homeschooling und der Umstellung auf verteilten Unterricht wurde deutlich: Die Digitalisierung kam an vielen Bildungseinrichtungen bisher viel zu kurz. Unterricht ohne Präsenz gestaltete sich…

Digitalisierungsdruck: Defizite bei Expertise zu KI, Prozessoptimierung und Automatisierung

Wie zukunftssicher und wettbewerbsstark sind deutsche Unternehmen aufgestellt? valantic hat zusammen mit Lünendonk den technologischen Status quo der Unternehmen in Deutschland evaluiert – mit teils alarmierenden Ergebnissen. Viele Anwenderunternehmen haben zwar in der IT-Security weitgehend ihre Hausaufgaben gemacht. In anderen Bereichen fehlt es jedoch stark an eigener Expertise. Dazu gehören künstliche Intelligenz, Process Mining, Data…

»Digitalisierung 2020«: Viel Planung, wenig Umsetzung

Viele Unternehmen sind bei KI, Smart Data und Co. nach wie vor nur Zuschauer. Digitale Vorreiter setzen die Mega-Trends bereits in konkrete Projekte um.   Die digitale Transformation der Wirtschaft schreitet weltweit voran. Laut der internationalen Studie »Digitalisierung 2020« sind die Unternehmen vor allem von den Vorteilen der künstlichen Intelligenz (KI) und des Machine Learning…

120 Megatonnen CO2 können bis 2030 durch Digitalisierung eingespart werden

Bis zu 120 Megatonnen CO2 können bis 2030 im besten Fall eingespart werden. Bitkom legt Studie zu den Klimaeffekten der Digitalisierung vor. Digitalisierung kann fast die Hälfte zu den deutschen Klimazielen beitragen.   Digitale Technologien können fast die Hälfte dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erfüllt. Wie eine aktuelle Studie im…

Unternehmen verzeichnen Digitalisierungsschub während der Corona-Pandemie

Im Zuge der Corona-Pandemie machen viele Unternehmen Fortschritte bei der Digitalisierung ihres Angebots, ihrer Geschäftsprozesse und der Arbeit ihrer Beschäftigten. Im unternehmensnahen Dienstleistungsbereich berichten etwa 40 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe etwa 25 Prozent der Unternehmen von einem solchen Digitalisierungsschub. Derweil liegen die Umsätze der Unternehmen häufig noch unterhalb des Vorkrisen-Niveaus – und das teilweise…

Corona sorgt für Fortschritte bei der Digitalisierung

Corona sorgt in der deutschen Wirtschaft für einen Digtalisierungsschub, wie eine aktuelle Umfrage des ZEW zeigt. »Vor allem die Arbeit der Beschäftigten gestaltet sich in vielen Unternehmen sichtbar digitaler als vor der Krise. Rund jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes vierte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat hier den eigenen Digitalisierungsgrad erhöhen können«, so Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler…

Digitalisierungstreiber Corona: nicht alle Unternehmen können mithalten

Für 8 von 10 Unternehmen hat Digitalisierung durch Corona an Bedeutung gewonnen. Aber fast jedes Dritte musste Investitionen in die Digitalisierung zurückfahren. Jedes vierte Unternehmen sieht sich als Digitalisierungsvorreiter.   Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft stark an Bedeutung gewonnen hat. Zugleich wurden aber vielen Unternehmen auch die eigenen…

Wer jetzt nicht auf Digitalisierung umsteigt, verschenkt hohe Fördersummen

Die Vorteile der Digitalisierung sind bekannt, der Handlungsbedarf ebenso. Trotzdem geht es in manchen Unternehmen nicht so recht voran – oft aus technischen und/oder finanziellen Gründen. Um Digitalisierungsprojekte voranzutreiben, gibt es auf Bund- und Länderebene finanzielle Fördermittel. Clever kombiniert erhalten Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 %, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Diese…

Industrie 4.0 – Digitalisierung der Produktion

Stillstand bedeutet Rückschritt. Die Weiterentwicklung und Forschung von Produkten, Vorgängen und eigentlich allem was man sich vorstellen kann, geschieht jeden Tag. Früher hat man seine Notizen per Hand aufgeschrieben, heute spricht man seine Gedanken frei raus und sie werden automatisch per Spracherkennung notiert und gespeichert. Das heißt aus analogen Daten werden digitale Daten, welche nun…

Corona-Pandemie beschleunigt Digitalisierung der Verwaltung

Ein Behördenbesuch dauert im Schnitt 2,5 Stunden. Bürger fordern mehr digitale Verwaltungsdienste. Die Corona-Pandemie zwingt die öffentliche Verwaltung zur Digitalisierung – diesen Eindruck hat die Mehrheit der Bevölkerung. Zwei von drei Bundesbürgern (66 Prozent) meinen, dass die Krise die Digitalisierung der Verwaltung beschleunigt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom…

Digitalisierungsblockade: So profitieren mittelständische Unternehmen von neuer Finanzierungshilfe des Bundes

Tipps für die Einführung digitaler Technologien. Worauf ist beim neuen BMWi-Förderprogramm zu achten. Dass innovative IT-Lösungen Effizienz und Produktivität steigern, Sicherheit stärken und neue Jobs schaffen können, ist hinlänglich bekannt. Dennoch schreckt so manches kleine und mittelständische Unternehmen noch immer vor der Anschaffung neuer Technologien zurück. Die Hauptgründe: hohe Kosten und fehlendes Know-how. Um den…

Die Tücken der Digitalisierung im Maschinenbau

Maschinenbau-Unternehmen sind in ihrem Metier erfindungsreich, hochkompetent und erfolgreich, aber zögerlich und unentschlossen bei der konsequenten Konzipierung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.   Während die Produktpalette auch dank digitaler Innovationen technisch weltweit führend ist, fehlt für die Einbindung digitaler Tools in die Prozesssteuerung häufig ein Masterplan, in dem die Ziele und Maßnahmen definiert werden, die tatsächlich…

SAP SE, Hochschule Harz und Software AG bieten erstmalig gemeinsame universitäre Lernumgebung für Studierende weltweit an

Anlässlich der SAP Academic Community Conference 2020 geben die Software AG und die SAP SE eine Kooperation bei der universitären Weiterbildung bekannt. Ab Oktober 2020 startet die Software AG ein Studienprogramm, in dem bestehende Lernumgebungen rund um die SAP-Software um eine integrierte Modellierungsarchitektur des renommierten ARIS Education-Pakets der Software AG erweitert und kostenlos in der…

Digitalisierung hat durch die Krise einen höheren Stellenwert

Deutsche Unternehmen fühlen sich schlecht auf künftige Krisensituationen vorbereitet. Es gibt daher einen dringenden Handlungsbedarf bei der Bewältigung der Krisenfolgen und zur Vorbereitung auf die Post-Corona-Ära.   Deutsche Unternehmen haben ihre Lektion aus den Folgen der Corona-Krise gelernt, das zeigt eine weltweite Untersuchung von Pegasystems. Danach wollen 59 % der Befragten in deutschen Unternehmen ihre…

Sechs häufige Digitalisierungslücken und wie sie sich schließen lassen

Prozessoptimierung: Den blinden Flecken auf der Spur Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen veranlasst ihre Digitalisierung stärker voranzutreiben. Einer Studie von Haufe zufolge haben 70 Prozent der Befragten Unternehmen in der Krise festgestellt, dass sie ihr Kerngeschäft weiter digitalisieren können. Trendige Technologien sind dabei jedoch weniger entscheidend. Wichtiger ist es, dass Unternehmen ihre Prozesse auf Brüche…

Digitalisierung – Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Eine effektive Digitalisierung sollte einer durchdachten Strategie folgen, die sich am Status, den Möglichkeiten und den Zielen eines Unternehmens orientiert. Um diese Fakten zuverlässig und fundiert zu erheben, bietet das Software- und Beratungshaus COSMO CONSULT einen sogenannten DigiCheck an. Dessen Entwickler Maik Donner erläutert das Analyse-Tool.

Digitalisierung von Geschäftsmodellen: Mittelständische Unternehmen schöpfen Industrie-4.0-Potenzial zu wenig aus

Häufig werden im Zuge der Industrie 4.0 und der Digitalisierung die sich wandelnden Geschäftsprozesse betrachtet. Doch viel bedeutender ist die Frage, inwieweit durch die Möglichkeiten der Digitalisierung bereits Veränderungen in die Geschäftsmodelle eingezogen sind. Dies beleuchten der Industrie-4.0-Verein »SEF Smart Electronic Factory e.V.« (www.SmartElectronicFactory.de) und sein Mitglied Technische Hochschule Mittelhessen (THM). Grundlage ist die auf…

Das Digitaldilemma der deutschen Schulen

Überlastete Server, fehlende Endgeräte sowie wenig Know-how, digitale Medien und Werkzeuge in den Unterricht einzubinden: Wie unter einem Brennglas hat die Zeit des Corona-Lockdowns die Digitalisierungsprobleme an Deutschlands Schulen sichtbar gemacht. »Im internationalen Vergleich«, konstatiert der Ende Juni 2020 veröffentlichte »Nationale Bildungsbericht 2020«, »sind deutsche Schulen damit nicht anschlussfähig«.   Bereits im Lehramtsstudium, so der…

Liefert unsere Schüler nicht dem Cloud Act aus

Von Tobias Gerlinger, CEO bei ownCloud in Nürnberg Der Bund stellt 500 Millionen Euro für den Heimunterricht während der Corona-Krise zur Verfügung. Bedürftige Schüler sollen einen Zuschuss für die Anschaffung von Endgeräten erhalten, zudem ist geplant, die Ausstattung der Schulen zur Erstellung professioneller Online-Lehrangebote zu fördern. Das ist eine äußert erfreuliche Nachricht, denn der Lehrbetrieb…

Schul-Cloud-Projekt: Schulen benötigen dringend eine sichere und datenschutzkonforme digitale Infrastruktur

Plötzlich wird digital unterrichtet: Lehrkräfte stellen Unterrichtsmaterialien und Aufgaben ins Netz und kommunizieren mit Schülerinnen und Schülern über Messenger- oder Videokonferenzdienste. Doch mangels landesweit einheitlicher Angebote und digitaler Infrastrukturen mussten in den letzten Wochen viele Schulen und Lehrkräfte in der Not sehr schnell eigene Lösungen finden. Oft nutzen Lehrkräfte innerhalb einer Klasse verschiedene Anwendungen –…

Digitalisierung: Die Bevölkerung macht Fortschritte, aber Spaltungen manifestieren sich

86 Prozent der deutschen Bevölkerung sind online, mobile Endgeräte tragen entscheidend dazu bei. Digitalisierungsgrad steigt auf 58 von 100 Punkten: Digitale VorreiterInnen erstmals größte Gruppe, niedrig Gebildete in vielen Kompetenzbereichen abgehängt. Höher Gebildete und Menschen mit Schreibtischtätigkeit vermehrt digitale VorreiterInnen, Menschen mit niedriger formaler Bildung und ohne Berufstätigkeit laufen Gefahr, weiter an Boden zu verlieren.…