Rechenzentren made in Germany – Der Wunsch nach mehr Regionalität

»Think global, act local!« Die Globalisierung schreitet stetig voran – alle Türen stehen uns offen. Doch genau das bringt viele Unternehmen dazu, lokaler zu denken. Themen wie DSGVO, Nachhaltigkeit und der Wunsch nach Regionalität werden immer wichtiger. 

Trotz einer globalisierten Welt gestaltet sich die Verwaltung der IT-Infrastruktur aus der Ferne zunehmend schwierig. Bei Wartungsarbeiten oder Störungen im Rechenzentrum ist ein schnelles, manuelles Handeln nicht mehr so einfach möglich. Besser sieht es für Unternehmen aus, die ihre IT-Syteme näher vor Ort und in schnellerem Zugriff haben. Der Trend geht wieder verstärkt zum innerdeutschen Rechenzentrumsbetrieb und »IT made in Germany«.

Rechenzentrumsbetrieb im kalten Norden? Bislang konnten global agierende Unternehmen aus der ganzen Welt ihre Rechenzentren ohne Probleme in besonders kalten Regionen wie Skandinavien bauen und betreiben – schließlich bietet dies einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Durch die relativ kalte Außentemperatur gestaltet sich die Kühlung von Rechenzentren hier deutlich einfacher. Es müssen also weniger Energie – und somit auch weniger Kosten – aufgewendet werden, um das Rechenzentrum kühl zu halten. Besonders in Hinblick auf einen nachhaltigen und energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb ein entscheidender Pluspunkt. Durch die niedrige Außentemperatur muss zwar weniger Energie aufgewendet werden, dennoch belasten die Reisen zu den entfernten Standorten unsere Umwelt und die Budgets der Unternehmen.

Doch der Trend hin zu einem Rechenzentrumsstandort im kalten Skandinavien oder Island kehrt sich nun um. Unternehmen wird deutlich, wie wichtig es ist, die Daten vor Ort und im eignen Land zu haben. Eine globalisierte Zukunft wird zwar vorangetrieben, eine gewisse Unsicherheit bleibt jedoch bestehen. Aber auch darüber hinaus profitieren Unternehmen enorm von »IT made in Germany« und regionalen Rechenzentren. 

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Welche Vorteile bieten regionale Rechenzentren? Unternehmen wünschen sich Regionalität und eine möglichst geringe Distanz zu ihrem Rechenzentrum. Eine kurze Distanz zwischen Rechenzentrums- und Unternehmensstandort hat einige Vorteile: Aufgrund der geringeren Entfernung ist die Latenzzeit deutlich geringer – das heißt die Daten können schneller und sicherer übertragen werden, da bei geringerer Distanz und Latenzzeit das Risiko für Störungen während der Datenübertragung niedriger ist.

Andererseits genießen Unternehmen und Rechenzentrumsbetreiber im Hinblick auf das Thema Sicherheit den höchstmöglichen, deutschen Standard, der von Kunden immer noch sehr stark gefragt ist. Hier gibt es umfangreiche Zertifizierungen für deutsche und europäische Rechenzentren, die den Kunden beispielsweise einen sicheren und nachhaltigen Rechenzentrumsbetrieb garantieren. Zusätzlich bieten regionale Rechenzentren den Vorteil, dass sie mit einem Sitz in Europa ein DSGVO-konformes Datenmanagement umsetzen müssen, da Rechenleistung, Hard- und Software sowie Netzwerkinfrastrukturen nach bestimmten Richtlinien bereitgestellt werden. Ein regionaler Rechenzentrumsanbieter offeriert einen deutlich umfangreicheren Service, da die Wege kürzer sind und der Anbieter bei Problemen oder Störungen schneller vor Ort sein kann. Dadurch gestaltet sich auch der Betrieb effizienter, denn Probleme können schneller behoben werden. Bei Bedarf können Projekte mit dem Anbieter persönlich abgesprochen werden. 

Dezentralisierung von Rechenzentren. Würde aber in Zukunft jedes Rechenzentrum, welches von deutschen Unternehmen genutzt wird, auch in Deutschland betrieben werden, würden die Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Der Bedarf an Rechenzentren wird vor allem in Ballungszentren wie Frankfurt am Main immer größer. Dies hat nicht nur enorme Auswirkungen auf die Stromversorgung – irgendwann fehlt es schlussendlich auch an nötigen Flächen. Wohin also mit den Rechenzentren?

Der Trend geht immer stärker hin zu dezentralen Rechenzentren abseits der großen Ballungsräume. Im Fokus dabei muss die sinnvolle Positionierung der Rechenzentren stehen – mit dem Ziel, Ballungsräume zu entzerren und Rechenzentren stärker in ganz Deutschland zu verteilen. Dadurch sind die Daten näher beim Endnutzer, die Verfügbarkeiten sind höher und somit auch die Latenzzeiten geringer. Davon profitiert vor allem die Arbeit im Home-Office. 

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Dezentrale Datenverarbeitung ist dort sinnvoll, wo das unternehmenseigene, zentrale Netzwerk beziehungsweise Rechenzentrum am Limit ist. Informationen können direkt am Entstehungsort oder an dezentralen Rechenzentrumsstandorten verarbeitet werden. Damit muss nur noch ein Bruchteil der Daten ins zentrale Rechenzentrum geschickt werden und der Ballungsknoten wird entlastet. Unternehmen sparen so enorm Ressourcen ein, wie beispielsweise Administrationsaufwand und Erhaltungskosten. Besonders mittelständische Unternehmen, denen es oft an IT-Fachpersonal fehlt, profitieren hier. 

Es wird deutlich, dass Deutschland als Standort für IT-Infrastruktur-Anbieter weiterhin von den Kunden sehr gefragt ist. »IT made in Germany« wird immer beliebter und die Vorteile der regionalen Datenverarbeitung sind nicht von der Hand zu weisen. Besonders mittelständische Unternehmen profitieren von einer geringen Distanz zu ihrem Rechenzentrum bzw. Rechenzentrumsanbieter. Globale Unternehmen mit vielen Standorten weltweit sind weniger auf kurze Distanzen angewiesen und in der Lage, auch weiterhin die Vorteile eines Rechenzentrumsstandortes zu genießen, der sich beispielsweise in besonders kalten Regionen befindet. Die Zukunft wird zeigen, welche Rechenzentrumsstandorte sich für deutsche Unternehmen am meisten lohnen.

 


Wolfgang Kaufmann,
Geschäftsführer,
Datacenter One GmbH 

 

 

 

Illustration: © Yuri Hoyda, loftystyle /shutterstock.com

 

1871 Artikel zu „Rechenzentrum Deutschland“

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