Digitalisierung in der Automobilindustrie: Zugriff auf Prüfstände und Testfahrzeuge via Webbrowser

Kalibrierung und Datenerfassung weltweit: Neues Online-Calibration-Tool (OCT) ermöglicht Zugriff auf Prüfstände und Testfahrzeuge via Webbrowser. Uneingeschränkte Nutzung dank Verzicht auf Programmlizenzen und -installation.

In den vergangenen Monaten wurden die Defizite in der Digitalisierung vieler Arbeits- und Gesellschaftsbereiche schonungslos offengelegt – so auch in der Automobilindustrie. Denn dort müssen beispielsweise Messungen an lokalen Prüfständen getätigt und überwacht werden, was bislang kaum aus dem Homeoffice heraus möglich war. Außerdem ist es für Ingenieurteams erforderlich, in unterschiedliche Klimazonen zu reisen, um vor Ort Testfahrten und entsprechende Kalibrierungen von Steuergeräten (ECUs) im Fahrzeug vorzunehmen. Mit dem Ziel, die Digitalisierung auch in dieser Branche weiter voranzutreiben, hat die VEMAC GmbH & Co. KG ein Online-Calibration-Tool (OCT) entwickelt, das einen vollständigen Remote-Zugriff auf seine integrierten Kalibrier- und Datenloggerfunktionen ermöglicht. Bei dem OCT handelt es sich um ein handliches Modul, das mittels CAN oder Ethernet an den Prüfstand, das Testfahrzeug oder ein Messsystem angeschlossen wird. Nach Eingabe der entsprechenden Zugangsdaten kann über jeden belieben Webbrowser auf das Gerät zugegriffen werden, wodurch teure Softwarelizenzen entfallen und der Nutzer maximale Flexibilität erhält. Die dank übersichtlicher Buttons intuitiv gestaltete und Touch-optimierte Oberfläche erlaubt die ortsunabhängige Erfassung, Visualisierung sowie Anpassung der Mess- und Kalibrierdaten.

 

»Im digitalen Zeitalter angekommen, sehen wir der Tatsache ins Auge, dass der Remote-Access auf Steuergeräte im Sinne des Internet of Things (IoT) auch in der Automobilbranche an Bedeutung gewinnen wird«, so Prof. Dr.-Ing. Michael Reke, Entwicklungsberater bei VEMAC sowie Professor für Fahrzeugsoftware und Grundlagen der Digitaltechnik an der FH Aachen. Denn egal, ob wegen der Corona-Pandemie oder beispielsweise aus Gründen einer eingeschränkten Mobilität beziehungsweise sich überschneidender Projekte – nicht immer ist es praktikabel oder überhaupt umsetzbar, dass sich alle Entwicklungsingenieure vor Ort befinden. So kann es erforderlich sein, dass die Parametrierung der sogenannten Electronic Control Units (ECUs) unter bestimmten klimatischen Bedingungen, also etwa in Gebirgen oder in Heiß- und Kaltzonen durchgeführt wird, weshalb viele Automobilentwickler Standorte mit Testfahrzeug-Flotten auf mehreren Kontinenten betreiben.

Anzeige

 

Doch auch der lokale Prüfstandsbetrieb macht in der Regel eine körperliche Anwesenheit der beteiligten Ingenieure notwendig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die dabei genutzten Software-Suiten einerseits leistungsstarke Computer erfordern und andererseits für jede zusätzliche Installation teuer lizensiert werden müssen. Darüber hinaus erlauben sie häufig überhaupt keinen Zugriff mehrerer Personen von unterschiedlichen Plattformen aus. In Anbetracht dieser bisherigen räumlichen Gebundenheit leistet das Online-Calibration-Tool (OCT) von VEMAC einen erheblichen Beitrag zur fortschreitenden Digitalisierung der Automobilbranche. Denn es bietet Remote-Access auf Kalibrier- und Datenaufzeichnungsvorgänge – ganz einfach via Internet von jedem Ort der Welt aus. Durch die vom Admin anpassbaren Benutzeroberflächen können unterschiedliche Zugriffe dabei gewährt oder blockiert werden, sodass eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit Projektpartnern, Kunden und Forschungseinrichtungen möglich wird. Unter Berücksichtigung geltender Sicherheitsstandards werden durch Verschlüsselung und Admin-Berechtigung eine sichere Datenablage und -übertragung via HTTPS-Schnittstellen gewährleistet.

 

Flexibler Remote-Zugriff über browserfähige Endgeräte

Anzeige

 

Die Besonderheit des OCT liegt darin, dass die zugehörige Kalibrier- und Datenlogger-Software komplett in eine lediglich 120 x 120 x 50 mm große Hardwarekomponente integriert ist. Diese wird mittels CAN oder Ethernet an das entsprechende Steuergerät, den Prüfstand oder ein externes Messsystem angeschlossen, das Werte über einen der beiden Schnittstellentypen ausgibt. Zur Übertragung der Steuergerätedaten über CAN werden bislang die Protokolle CCP und XCP sowie die Auswertung von CAN-Rohdaten mit Hilfe von dbc-Beschreibungsdateien unterstützt; weitere Protokolle wie UDS und XCP over Ethernet sind jedoch in Vorbereitung. Das OCT verfügt standardmäßig über einen integrierten GNSS-Chip, der weltweit Positionsdaten empfängt, sowie über einen Sechs-Achsen-Beschleunigungssensor. Via CAN und Ethernet ist es allerdings nicht nur möglich, ECUs oder Messmodule – etwa für Temperatur- und Druckmessungen – auszulesen und zu kalibrieren, sondern auch weitere Sensoren anzuschließen, wie beispielsweise Radar, Lidar und Kameras sowie direkte Strom- oder Spannungsmessung. Dank integrierter SD-Karte kann der Speicher des OCT beliebig erweitert werden, die USB-Schnittstellen gewährleisten darüber hinaus einen flexiblen und schnellen Datenaustausch. So bleiben die Daten und Arbeitsvorgänge unbeeinflusst von etwaigen instabilen Netzverbindungen. Als einfacher Datenlogger sowie dank der automatisierten Kalibrierfunktion, welche die Konfiguration auf der Basis individueller Anpassungen durch den Nutzer schrittweise oder kontinuierlich optimiert, kann das OCT auch ohne eine ständige netzwerkbasierte oder lokale Verbindung betrieben werden. Die Kommunikation zwischen OCT und Endgerät verläuft dabei wahlweise via Ethernet, integriertem WLAN oder Mobilfunk, der mittels 4G- oder 5G-USB-Adapter eingerichtet werden kann.

 

»Wir verzichten vollständig auf teure, proprietäre Software, die häufig auch den Nachteil hat, dass sie sehr unflexibel ist«, erläutert Jan Zimutta, Leiter Entwicklung bei VEMAC. »Stattdessen verlagern wir die Visualisierung, Verarbeitung und Modulation der Daten in eine einfache Browseranwendung, die über eine IP-Adresse und die individuellen Zugangsdaten des Nutzers erreicht werden können. Für den Fernzugriff wird lediglich eine Internetverbindung benötigt.« Über diese Weboberfläche können ortsunabhängig auf alle Kalibrier- und Datenloggerfunktionen zugegriffen sowie Standardeinstellungen vorgenommen werden, wie etwa die Anpassung des Gerätenamens im Netzwerk, des Passworts oder der Uhrzeit. Möchte der Nutzer ein neues Projekt anlegen, so wird er von der Webanwendung durch die Einstellungsschritte geleitet. Die Oberfläche setzt sich aus gleichermaßen Desktop- wie Touch-freundlichen Buttons in Form großer Kacheln zusammen, wobei die angezeigten Elemente individuell per Drag and Drop aus unterschiedlichen Widgets ausgewählt und zusammengestellt werden können. So stellt VEMAC sicher, dass sich die Bedienung intuitiv gestaltet und von allen Endgeräten aus uneingeschränkt möglich ist. Ein von mehreren Personen verwendeter, stationärer Tower-PC kann somit ebenso problemlos zur Erfassung und Visualisierung der Daten sowie zur Kalibrierung genutzt werden wie ein Laptop, Tablet oder einfach das eigene Smartphone.

 

Offene Schnittstellen ermöglichen individuelle App-Entwicklung

 

Um Zugriff auf das OCT zu erhalten, benötigt man lediglich eine entsprechende Benutzerkennung. Dabei ist es möglich, unterschiedliche Userprofile in unbegrenzter Anzahl anzulegen, denen wiederum verschiedene Rollen zugewiesen werden. Wie allgemein üblich können einem oder mehreren Nutzern, die für die komplette Verwaltung der Anwendung zuständig sind, Administratorrechte verliehen werden. Der sogenannte »User« kann die Daten der Kalibrier- und Aufzeichnungsfunktionen dagegen nur eingeschränkt bearbeiten, während der »Viewer« nicht mehr als eine vom »Administrator« definierte Oberfläche bedienen darf. Insbesondere diese niedrigste Nutzerkategorie eignet sich hervorragend für Live-Demonstrationen von Kalibriervorgängen für außenstehende Personen wie beispielsweise Kunden oder zu Lehrzwecken sowie für Bedienterminals von Prüfständen und Laborgeräten. Dabei profitiert das User Interface des OCT zudem von den grafischen Möglichkeiten einer typischen Webanwendung auf der Basis von HTML, CSS und JavaScript, deren Designpotential kaum Grenzen kennt.

 

Neben den wegfallenden Lizenzgebühren und dem flexiblen Remote-Zugriff unterscheidet sich die Software des OCT auch insofern von herkömmlichen Kalibrierprogrammen, als sie mit offenen Schnittstellen ausgestattet ist. »Wenn einem Kunden unsere serienmäßig implementierten Funktionen nicht genügen, kann er jederzeit selbst eine eigene App oder ein Widget für das OCT entwerfen – oder ganz einfach uns mit der Entwicklung beauftragen«, fügt Dipl.-Ing. Michael Kiausch, Senior Softwareentwickler bei VEMAC, hinzu. »Auf diese Weise kann die Software passgenau auf die individuellen Anwendungsszenarien zugeschnitten werden.« Darüber hinaus arbeitet VEMAC aktuell an einer Cloud-Anbindung. Damit soll das OCT relevante Statuswerte im Fahrzeug wie Standortdaten, Kraftstoffverbrauch, Ölstand oder Fehlerspeicher (DTC) in Echtzeit übermitteln und somit zukünftig auch als hilfreiches Tool zum Flottenmanagement und zur Fernwartung eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen im Internet unter www.vemac.de

 

828 Artikel zu „Digitalisierung Automobil“

Automobilindustrie setzt den Digitalisierungsfokus auf Daten, Cloud und IT-Sicherheit

Digitalisierung wälzt Branche um. Data Analytics hat hohe Relevanz für verbesserte Customer Journey und digitale Geschäftsmodelle. Automatisierung von Prozessen steht weiter im Fokus.   Die Automobilbranche in Deutschland steht unter Zugzwang. Neben den Megathemen Diesel-Gate, Elektromobilität und autonomes Fahren gilt es, eine Reihe weiterer strategischer Herausforderungen zu bewältigen. Als das bestimmende Thema erweist sich dabei…

Digitalisierung in der Automobilindustrie: Fast die Hälfte der Jobs ist bis 2030 bedroht

46 Prozent der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie sind bis 2030 durch Automatisierung und Digitalisierung bedroht – die Tätigkeiten werden dann nicht mehr von Menschen, sondern von intelligenten Robotern und Systemen erledigt. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie »Digitale Transformation – Der Einfluss der Digitalisierung auf die Workforce in der Automobilindustrie«, welche die MHP Management-…

Digitalisierung der Logistik: Optimiert vom Lager bis zur Apotheke – Der transparente Weg des Medikaments

Die Digitalisierung der Logistik ist gerade im medizinischen Bereich besonders wertvoll. Die Noweda hat diesen Schritt gewagt und dabei viel gewonnen: Der Pharmagroßhändler profitiert durch die Einführung der Telematik-Software couplinkyourfleet von transparenten und deutlich effizienteren Logistikprozessen.

Industrie 4.0: Additive Fertigung in der Automobil­industrie – Mit Speed von der Idee zur Produktion

Die additive Fertigung hält immer mehr Einzug in die Produktionsstätten der Automobilhersteller. Neben Prototypen, Design, Entwicklung und Digitalisierung der Ersatzteile ermöglicht die AF Kosten, Zeit und Gewicht bei der Herstellung komplexer Teile zu reduzieren sowie eine erhöhte Anpassungsfähigkeit auf Designebene zu erreichen. AF wird die Entwicklung in der Automobilindustrie bei Kleinserien, aber auch in der Massenproduktion erheblich beeinflussen.

Veraltete Einkaufsprozesse: Wie Unternehmen mit Hilfe der Digitalisierung Ressourcen sparen und Mitarbeiter entlasten

Vor allem in Zeiten von Covid-19 ist kosteneffizientes Wirtschaften für Unternehmen essenziell. Während in den Bereichen Vertrieb oder Herstellung die Abläufe schon häufig optimiert und automatisiert wurden, erfolgt der Einkauf bei vielen Unternehmen noch manuell. Dabei sparen die Automatisierung und Digitalisierung der Einkaufsprozesse nicht nur Ressourcen, sondern reduzieren zudem Aufwände. Für die erfolgreiche Unterstützung ihrer…

Ganzheitliche Digitalisierung – Alles andere ist Stückwerk: Kunden zu Gewinnern der Digitalisierung machen

Wenn ein Unternehmen das Thema Digitalisierung wirklich ernst nimmt, dann führt kein Weg an der Cloud vorbei. »manage it« sprach mit Uwe Bergmann, Gründer und CEO der COSMO CONSULT, wie die Berater ihren Kunden helfen digitale Strategien zu entwickeln, neue Prozesse zu gestalten, einen ganzheitlichen Ansatz zu finden und vor allem die Mitarbeiter zu inspirieren.

Digitalisierung von Bankprozessen & Finanzierungen

Der Mensch sucht, auch bedingt durch die Corona-Krise nach Lösungen, um alltägliche Aufgaben für sich zu vereinfachen. Das gilt auch für wichtige und verantwortungsvolle Branchen wie Bankgeschäfte oder der Automobilmarkt. Die Digitalisierung von Bankprozessen und Finanzierungen durch Apps spezialisierter FinTech-Unternehmen bietet heutzutage facettenreiche Lösungen.

Industrie 4.0 Barometer 2020: Digitalisierungskompetenz muss in die Geschäftsführung

Unternehmen mit dem CIO in der Geschäftsführung weisen einen überdurchschnittlich hohen Industrie-4.0-Reifegrad auf. Das ist eine zentrale Erkenntnis des Industrie 4.0 Barometers 2020, das die Management- und IT-Beratung MHP in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München veröffentlicht hat [1]. An der Umfrage, die im vergangenen Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde, nahmen über 200…

Industrie 4.0: Ersatzteil-Digitalisierung mit additiver Fertigung – Ein Projektmodell zur praktischen Einführung und Praxisbeispiele

Additive Fertigung wird die Art und Weise, wie Ersatzteile hergestellt, geliefert, gelagert und versendet werden, verändern. Mit AF-Systemen hat sich eine neue Industrie »Manufacturing as a Service« zur Serien- und Massenfertigung etabliert, zudem fertigen 3D-Druckdienstleister einzelne Ersatzteile oder kleine Serien. Dadurch lassen sich Ersatzteile »On Demand« am »Point of Need« fertigen und ausliefern.

Wie Rechenzentren helfen, eine nachhaltige IT-Infrastruktur zu schaffen – Auf dem Weg zur grünen Digitalisierung

Nachhaltigkeit blieb auch im von der Covid-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 ein zentrales Thema in der digitalen Wirtschaft, gilt es doch weiterhin, die globale Klimakrise effektiv einzudämmen. Im Zuge der Pandemie beschleunigt sich die ­Digitalisierung zunehmend. Gleichzeitig setzen viele Unternehmen in ihren Nachhaltigkeitsstrategien ambitionierte Ziele, die sich auch im Handeln von Rechenzentrumsbetreibern widerspiegeln.

Zukunftsreport »IT-Trends der 2020er Jahre«: Software als Flaschenhals der Digitalisierung

Experten erwarten »Computer mit heute noch unvorstellbarer Leistungsfähigkeit« vor 2030. Noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts werden »Computer mit heute noch unvorstellbarer Leistungsfähigkeit« auf den Markt kommen, prognostizieren Experten im neuen Report »IT-Trends der 2020er Jahre«. Die von der niederländischen Firma Beech IT in Auftrag gegebene Zukunftsanalyse basiert auf einer Umfrage unter 100 Fachleuten. 82…

Fax ist nicht gleich Fax: Wie ein Missverständnis die Digitalisierung gefährdet

Spott und Häme musste der Bundestag über sich ergehen lassen, als der Ältestenrat am vergangenen Freitag beschloss, dass mit Ende der aktuellen Legislaturperiode auch das Fax aus den Büros verschwinden soll. Mit dieser Entscheidung komme der Bundestag im 21. Jahrhundert an, twitterte FDP-Bundestagsmitglied Marco Buschmann. Kollege Jan Korte von den Linken witzelte über den Beginn…

Open Source: Digitalisierung braucht offene Standards

Immer mehr Unternehmen setzen auf offene Standards und steigen in der Folge von proprietärer Software auf Open Source um. Experten erklären, warum das der richtige Weg ist. Standards ermöglichen Interoperabilität und vereinfachen damit den IT-Alltag. Viele sind aber mehr oder weniger proprietär und werden von einzelnen Organisationen oder Herstellern kontrolliert, die die Nutzung beliebig einschränken…

2021: Nachhaltige Digitalisierung gelingt nur mit einer nachhaltigen Digitalpolitik

2021 bietet die Chance auf eine strategische Neuausrichtung der deutschen und europäischen Digitalpolitik. Auf bundespolitischer Ebene könnte eine im kommenden September ins Amt gewählte Bundesregierung neue Schwerpunkte setzen, digitalpolitische Versäumnisse aufholen und die Potenziale digitaler Technologien und Dienste für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft heben. Auf europäischer Ebene stehen mit dem Digital Services Act sowie dem…

Digitalisierung: Nachhaltigkeit ist ein Top-Thema für Startups

9 von 10 Startups glauben, dass Digitalisierung für weniger Ressourcenverbrauch und mehr Klimaschutz sorgen kann. Bitkom veröffentlicht Startup-Report 2020 [1]. Der großen Mehrheit der Startups in Deutschland geht es nicht nur um den eigenen Erfolg, sondern sie wollen auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. So sagen zwei Drittel (67 Prozent) der Gründer, dass sie…

Digitalisierung in der Life-Science-Branche – Um- und Neudenken statt nur modernisieren

Digitalisierung, neue Technologien, neue Arbeitsplätze und moderne Formen der Zusammenarbeit, der Arbeitswelt und der Arbeitsweisen und nicht zuletzt die Corona-Pandemie fordern Veränderungen auch in der Life-Science-Branche. Darüber gibt Oliver Benecke Auskunft, Leiter des neu gegründeten Life-Science-Bereichs der COSMO CONSULT-Gruppe.

Trendstudie zur Digitalisierung: Kommt jetzt der Durchbruch mit künstlicher Intelligenz?

Jedes zweite größere Unternehmen sieht KI als Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Bisher setzen aber nur 13 Prozent KI-basierte Anwendungen ein.   Künstliche Intelligenz könnte bald den Alltag in größeren Unternehmen in Deutschland prägen. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern ist über-zeugt, dass KI eine Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ist.…

Digitalisierungsdruck: Defizite bei Expertise zu KI, Prozessoptimierung und Automatisierung

Wie zukunftssicher und wettbewerbsstark sind deutsche Unternehmen aufgestellt? valantic hat zusammen mit Lünendonk den technologischen Status quo der Unternehmen in Deutschland evaluiert – mit teils alarmierenden Ergebnissen. Viele Anwenderunternehmen haben zwar in der IT-Security weitgehend ihre Hausaufgaben gemacht. In anderen Bereichen fehlt es jedoch stark an eigener Expertise. Dazu gehören künstliche Intelligenz, Process Mining, Data…

120 Megatonnen CO2 können bis 2030 durch Digitalisierung eingespart werden

Bis zu 120 Megatonnen CO2 können bis 2030 im besten Fall eingespart werden. Bitkom legt Studie zu den Klimaeffekten der Digitalisierung vor. Digitalisierung kann fast die Hälfte zu den deutschen Klimazielen beitragen.   Digitale Technologien können fast die Hälfte dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erfüllt. Wie eine aktuelle Studie im…

RPA: Automobil-Hersteller sind traditionell sehr automatisierungsaffin

Spätestens seit Henry Ford sind die Automobil-Hersteller ständig bemüht, ihre Wertschöpfungskette zu optimieren. Das Aufkommen der Industrie-Roboter im Produktionsprozess war ein Meilenstein für die Entwicklung der Automobilindustrie. Diese Form der Automatisierung bezieht sich auf die Verwendung von Maschinen zur Ausführung von einzelnen Arbeitsschritten in der Produktion, die zuvor von Menschen ausgeführt wurden. Durch die Einführung…

Industrie 4.0 – Digitalisierung der Produktion

Stillstand bedeutet Rückschritt. Die Weiterentwicklung und Forschung von Produkten, Vorgängen und eigentlich allem was man sich vorstellen kann, geschieht jeden Tag. Früher hat man seine Notizen per Hand aufgeschrieben, heute spricht man seine Gedanken frei raus und sie werden automatisch per Spracherkennung notiert und gespeichert. Das heißt aus analogen Daten werden digitale Daten, welche nun…

Automobil-Sektor im Fokus von Hackerattacken: Angriffe nehmen Fahrt auf

Autonomes Fahren, Elektromobilität, vernetzte Autos und Carsharing – die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch. Neue Technologien und digitalisierte Prozesse bringen den Automotive-Unternehmen zahlreiche Vorteile, um zum einen den neuen Kundenanforderungen gerecht zu werden und zum anderen im intensiven Wettbewerb bestehen zu können. Jedoch birgt die fortschreitende Digitalisierung der Branche nicht nur Vorteile, sondern bietet Hackern…

Digitalisierung von Geschäftsmodellen: Mittelständische Unternehmen schöpfen Industrie-4.0-Potenzial zu wenig aus

Häufig werden im Zuge der Industrie 4.0 und der Digitalisierung die sich wandelnden Geschäftsprozesse betrachtet. Doch viel bedeutender ist die Frage, inwieweit durch die Möglichkeiten der Digitalisierung bereits Veränderungen in die Geschäftsmodelle eingezogen sind. Dies beleuchten der Industrie-4.0-Verein »SEF Smart Electronic Factory e.V.« (www.SmartElectronicFactory.de) und sein Mitglied Technische Hochschule Mittelhessen (THM). Grundlage ist die auf…

Der Wandel der Automobilindustrie bis 2030

»Experiences Per Mile Advisory Council« stellt Untersuchung zum Wandel der Automobilindustrie von 2020 bis 2030 vor.   Vielen Verbrauchern geht es bei Autos nicht mehr um Umdrehungen pro Minute, sondern um Erlebnisse pro Meter beziehungsweise Meile (»From RPM to EPM«). Deshalb müssen Unternehmen neue Wege erforschen, um vernetzte automobile Erlebnisse zu bieten, die hyperindividualisiert sind…

Corona infiziert Weltwirtschaft – Digitalisierung als Impfstoff

Dr. Carlo Velten, Digitalisierungsexperte und Mitgründer von Cloudflight, erklärt, weshalb Innovationen auch in Krisenzeiten vorangetrieben werden müssen und wie ein digitaler Notfallplan aussehen muss.   Eine stark zurückgehende Konjunktur, Unternehmen, die aufgrund fehlender Aufträge in Kurzarbeit gehen müssen, ein ins Bodenlose fallender DAX – die Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Wirtschaft sind gravierend. Seit…

Nachhaltigkeit wird für Automobilunternehmen zum strategischen Muss

Stärkere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit bei Elektrofahrzeugen und größerer Beitrag zur Kreislaufwirtschaft notwendig. Weltweit Investitionen von 50 Milliarden US-Dollar nötig, um Klimaziele zu erreichen. Deutsche Unternehmen schneiden bei Nachhaltigkeitsinitiativen überdurchschnittlich ab.   Die Automobilbranche rückt das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. 62 Prozent der Automobilunternehmen verfügen bereits über eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Bei der Erfüllung globaler…

Digitalisierung, Managed Services und kultureller Wandel in der Unternehmensstrategie – Holistische Digitalisierung

Unternehmen sind längst auf dem Weg hin zu einer digitalisierten Welt. Und dies betrifft nicht nur IT-orientierte Firmen, sondern Betriebe quer durch sämtliche Branchen und Sektoren. Neue oder veränderte Geschäftsmodelle entstehen, Arbeitsplätze sind mobil, Daten sind in der Cloud, Roboter bauen selbstständig Komponenten und ganze Fabriken sind intelligent miteinander vernetzt. Aktuell tritt die künstliche Intelligenz in das Geschäftsleben ein und verändert Strukturen, Strategien und natürlich auch die IT. All dies sind Ursachen dafür, weshalb Unternehmen beziehungsweise IT-Verantwortliche nach Hilfe suchen und diese beispielsweise durch Managed Services erhalten. (Der Partner wird es sozusagen schon richten.) Dabei stellt sich die Frage, ob das die echte Digitalisierung ist, von der die ganze Welt andauernd spricht. Vielleicht eher nicht.

Wie Digitalisierung unser Lernen verändert

Am 28. Januar 2020 hält Christian Baudis, Digitalunternehmer, Futurist und ehemaliger Google-Deutschland-Chef, auf der LEARNTEC eine Keynote zum Thema »How digitalization changes the way we learn«. Im Interview spricht er über den Inhalt seiner Keynote und zeigt auf, wie sich das Lernen in Zukunft verändern wird.   Herr Baudis, wir sind im Jahr 2030 und…

Change Management: Bei der Digitalisierung kommt es auf die Menschen an

8 von 10 Unternehmen erwarten von Mitarbeitern allgemeine Digitalkompetenz. Unternehmen setzen verstärkt auf Change Management und agile Methoden.   Bei der Digitalisierung rückt in deutschen Unternehmen immer öfter neben dem Einsatz neuer Technologien die Gestaltung der notwendigen Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt. So setzt aktuell rund jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern…

Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel

Jedes zweite Unternehmen bietet neue Produkte oder Dienstleistungen an. 4 von 10 Händlern verfolgen eine zentrale Strategie für die Digitalisierung.   Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect im Geschäft: Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Services, die den…

Einer der großen Automobilhersteller wird in den nächsten drei Jahren vom Markt verschwinden

Innovationskraft als Schlüsselkompetenz für die Automobilbranche. Mehr als die Hälfte der Befragten einer aktuellen Umfrage in der Automobilbranche erwartet, dass einer der großen Automobilhersteller in den nächsten drei Jahren vom Markt verschwinden wird. Dies geht aus der Studie »The Innovation Race« von Protolabs hervor, in der das Unternehmen die Herausforderungen und Chancen für die europäischen…

Klimagipfel: Die unterschätzte Bedeutung der Digitalisierung für die Erreichung der Klimaziele

Im Vorfeld des UN-Klimagipfels dreht sich die Berichterstattung meist um die 16-jährige Klima-Ikone Greta Thunberg und die bekanntesten CO2-Verursacher. Dabei wird die Rolle der Digitalbranche oft vergessen, obwohl wegen der anhaltenden Cloudisierung Handlungsbedarf besteht. Studien zeigen: Ohne die richtigen Maßnahmen aus Politik und Wirtschaft lassen sich die nationalen und globalen Klimaziele nicht erreichen. Während der…

Die disruptive Kraft von autonomen Fahrzeugen revolutioniert die Automobilindustrie

Wie stark werden autonome Autos die Autoindustrie verändern? Disruption durch autonome Fahrzeuge. Wie Städte smart werden / Sustainability. Ganzheitliche Mobilitätskonzepte/ Mobility as a Service (MaaS).   Würde man die globale Automobilindustrie als eigenständige Volkswirtschaft betrachten, wäre sie die sechstgrößte der Welt. Smart-City-Konzepte werden autonome Fahrzeuge und Elektroautos integrierte Transportlösungen liefern, die diese Industrie von Grund…